patchwork

 

Meine liebste Technik ist das Patchwork. Das sind - wenn alles gut geht - große Kunstwerke aus Stoffresten. Die Decke im Bild habe ich zum Geburtstag des Kindes einer Freundin gemacht. Ihr seht die beiden im Abschnitt "MODE" (Kleidung). Ich hoff er und seine kleine Schwester werden immer gute Erinnerungen damit verknüpfen!

Patchwork kommt eigentlich aus den USA - früher war es normal bei geselligen Anlässen immer auch zu arbeiten. Zeit zum faulenzen gab es zu wenig, aber patchworken war eine gute Ausrede um sich hin und wieder mit ein paar Freundinnen zu treffen.

 

 

Irgendwo in einem Ordner habe ich auch eine ganze Menge an Theorie über Patchwork. Es gibt wie gesagt auch echte Kunstwerke. Aber hier erst mal eine kleine Anleitung für Anfänger! Hier lernt ihr alle wichtigen Grundbegriffe zu verstehen und habt danach ein kleines, praktisches Täschchen.

 

patchworktäschchen

Man braucht dazu: ein Blatt Papier, Stecknadeln, Stift, Geodreieck, Kreide, Scheren, sowie bis zu 5 verschiedene Baumwoll-Stoffreste, die gleich dick und nicht dehnbar sein sollten und 25cm Reißverschluss.

Für den Entwurf müsst ihr erst mal ein DIN A4 Blatt mithilfe eines Geodreiecks in 4 unterschiedlich breite Streifen unterteilen. Diese dürfen nicht schmäler als 4cm sein. Man braucht also vier Linien die parallel zur langen Kante des Papiers liegen (Bild 1) entlang derer das Papier geschnitten wird. Sie sollten nummeriert werden, damit man nachher die richtige Reihenfolge weiß!

Jetzt braucht ihr für jeden Streifen ein eigenes Stück Stoff: der Streifen wird mit zwei Stecknadeln an beiden Enden darauf festgesteckt. An jeder Kante wird ein Zentimeter Nahtzugabe eingezeichnet (Bild 2). Danach können die Streifen zugeschnitten werden. Jetzt solltet ihr sie unbedingt in der richtigen Reihenfolge und mit der rechten Seite nach oben nebeneinander auflegen. Die ersten beiden Streifen werden mit drei Stecknadeln aneinander gesteckt (Bild 3) und mit der Nähmaschine gesteppt (einmal mit 1cm Abstand zur Kante drübernähen...). Für die nächste Naht wird Streifen Nr 3 rechts auf rechts auf Streifen Nr 2 gesteckt (wieder Bild 2) und ebenfalls gesteppt. Streifen 4 und 5 genauso!

Nachdem alle Streifen zusammengenäht sind, müssen die Nähte ausgebügelt werden.

Danach braucht ihr ein weiteres Stück Stoff in derselben Größe wie die fünf aneinandergenähten Streifen. Dieses ist das Futter. Achtung! Ihr könnt es prüfen! Die 5 Streifen sollten zwar, werden aber nicht gleich groß sein wie das A4 Papier plus Nahtzugaben...!! Hihihi... sauber arbeiten ist gar ned so leicht im Handwerk! Aber es macht ja nix.

Jetzt könnt ihr den Reißverschluss auf das Stoffstück aus 5 Streifen stecken. Die Zähnchen müssen dabei zur rechten Seite des Stoffes schauen (Bild 4). Danach wird das Futter rechts auf rechts auf den Hauptteil gelegt und fein sauber dazu gesteckt. Alle drei Kanten sollten wirklich schön übereinander liegen. So kann der Reißverschluss sorgfältig eingenäht werden. Bei manchen Nähmaschinen kann man dazu die Nadel nach links verschieben. Andere brauchen hierfür den Reißverschlussfuß (Anleitung der Maschine). Das ganze wird auf der anderen kurzen Seite wiederholt, nur diesmal müsst ihr den Reißverschluss auf die andere Seite ziehen, damit es geht.

Das Täschchen wird jetzt nach rechts gewendet und auch diese Naht auseinander gebügelt. Danach sollte man noch mal drüber steppen. Das Täschchen wird kann nach links gewendet und der Reißverschluss einen Zentimeter unterhalb der Oberkante an der Rückseite mit Stecknadeln befestigt. Mithilfe des Geodreiecks könnte man sich hier die Nahtlinien einzeichnen, bevor sie gesteppt und versäubert wir. Jetzt braucht ihr nur mehr die Ecken abschneiden und das Täschchen wenden!

FERTIG! YAY!

 

 

 

 

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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