romanik

historische fakten

Zur Zeit der Karolinger erreichte das fränkische Reich seine größte Ausdehnung. Später spielte das Rittertum eine bedeutsame politische und kulturelle Rolle. In der romanischen Zeit wurden extrem enorme Bauten zu Ehren Gottes errichtet. Damals war die Architektur allerdings noch nicht besonders weit fortgeschritten und so benötigte man schwere Tonnengewölbe und massive Mauern um diese Bauten in sich stabil zu erhalten. Natürlich hätte man sich von den Römern sehr viel selbst aneignen können, doch aus unbekannten (?) Gründen wurde das eher vermieden. Einer dieser romanischen Bauten ist die Aachener Krönungskirche, sie symbolisiert durch die Bauweise eine Schwere, eine Erdenlast, wirkt bedrückend und ist sehr dunkel. Auch die Franziskanerkirche ist ein solches Beispiel, symbolisch steht man im dunklen Vorhof der Romanik oder der Zeit. Dies endet erst im Barock. Die Burg in Burghausen ist die Längste in Europa, im Liebenweinturm gibt es heute oft schöne Ausstellungen. Textilien und andere Gebrauchsgegenstände wurden nur in den Burgen hergestellt, da die talentiertesten Handwerker auf die Burg geholt wurden. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Zünfte, in der sich jeweils die Schneider / andere Handwerker zusammenschlossen und gegenseitig halfen.

 

Auch die Klöster entstanden damals, am Wörsee (?) liegt ein Frauenkloster, das man noch heute besuchen kann. Es hat auch ein Bad am See für die Nonnen, das durch einen Holzzaun vor der Sicht von außen geschützt ist. Dieser Zaun hat allerdings kleine Löcher, durch die man reinspechteln kann. Die Frauen, die sich keinen Mann finden konnten oder wollten, wurden mitsamt ihrer Mitgift ins Kloster gesteckt. Das Kloster am Nonnberg, Salzburg, ist einer dieser Bauten, noch heute kann man um fünf Uhr morgens gregorianische Gesänge hören, zu Mittag bekommt man eine Suppe und auch eine Führung durch das Kloster. Die Nonnen hatten verschiedene Aufgaben, die auch bis heute gleich sind, dazu gehörte neben den religiösen Pflichten auch die Buchmalerei und Stickerei.

 

In St. Peter gab es eine Schreibwerkstätte, in der verschiedene Texte auf Pergament, aus Kuh- oder Ziegenleder, geschrieben wurden. Daher stammt auch das Sprichwort: das geht ja auf keine Kuhhaut! Danach wurden diese Pergamentbögen nach Seon in Bayern geschickt, wo die kapitalen Buchstaben dazu gemalt wurden. Weiße Farbe wurde aus Blei hergestellt, indem man draufpinkelte und es ein paar Wochen in einem Misthaufen lagerte. Dabei entstand ein grauer Überzug den man abschaben konnte und gemischt mit Wasser als weiße Farbe verwendete. Rot und Brauntöne wurden durch Erhitzen dieser Farbe hergestellt. Die benötigte blaue Farbe kam aus Afghanistan, auch gekochte Schwarzkohle wurde als Farbe verwendet, vermutlich schwarz (?). Blei ist bekanntlich giftig, doch das wussten die Menschen damals nicht. Sie bekamen durch zuviel Kontakt mit dem Bleiweiß eine blaue Zunge, da ihre weißen Blutkörperchen mit der Zeit verschwanden.

 

Im 13. Jahrhundert entstand das Rittertum. Die Ritter haben sich aus den Burgherren entwickelt und wurden für ihre heldenhaften Taten gerühmt. Neben ihnen gab es natürlich auch die armen Bauern. Die Heraldik, Wappenkunde, entstand auch zu dieser Zeit, da die Wappen damals extrem wichtig wurden und jeder Ritter sein eigenes Wappen entwickelte. Die Ritterrüstungen waren im Wesentlichen nicht voneinander zu unterscheiden, deshalb brauchte man diese Wappen, die es durch Symbole und Farben ermöglichten die einzelnen Ritter auseinander zu halten. Die Farbkombinationen wurden auch am Helm und am Zaumzeug der Pferde zur Gestaltung eingesetzt. Diese Ritter benötigten wegen ihren kaum beweglichen Rüstungen immer einen Knappen, der ihnen auf das und vom Pferd sowie in und aus der Rüstung half. Die Ritterkämpfe dienten wie überall um Land zu erobern. Daraus entwickelte sich auch ein Sport, der dazu diente der Burgdame zu imponieren, denn der Gewinner dieser Spiele durfte mit ihr essen und ihr ein Lied vortragen. Zu diesem Zweck wurden die Minnesänger engagiert, die dadurch von Burg zu Burg wandern mussten und so auch Informationen von anderen Burgen verbreiten konnten. Auch das hohe Lied der Liebe war wichtig und galt als Treueschwur, da die Ritter viel reisten. Diese Lieder sind im Kodex der manessischen Handschrift festgehalten, das heute ein Weltkulturerbe ist. Die Damen haben auch eine Locke des Geliebten mit sich getragen, die Nägel der Ritter wurden zudem in eine Vase mit einer Rose gegeben. Wenn die Rose verwelkte galt es als Zeichen des Todes des Ritters, dessen Nägel sich mit in der Vase befanden. Auch der Falke war ein Symbol dieser Zeit, denn er war ein treuer Jagdgefährte, der die Beute fand. Wenn der Falke nicht jagen sollte, wurde ihm eine Haube, die auch die Augen bedeckte, aufgesetzt. Jeder Falke bekam somit seine eigene schöne Haube. Diese Tradition gibt es in Dubai noch immer. Ritterliches Handeln bedeutete zu Anfang aber auch, dass man sich gut um die Bevölkerung kümmerte. Mit der Zeit änderte sich das, da sie entdeckten, dass ihnen mehr Geld und somit mehr Luxus und Wohlstand blieb, je weniger sie dem Bauernstand vergönnten.

 

In dieser Zeit waren die Sünden, die einen ins Fegefeuer bringen würden, ein besonders wichtiges Druckmittel auf die Bevölkerung. Die herrschende Adelsschicht hatte in dieser Zeit viel Macht, außerdem entwickelte sich ein Machtkampf zwischen Kirche und Staat. Erst mit Martin Luther und der Reformation (Renaissance) endete diese Vorherrschaft der katholischen Kirche und damit auch das „dunkle“ Mittelalter.

 

kleidung

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Die Kleidung der damaligen Zeit spielte mit der Architektur zusammen. Am Anfang des Mittelalters war sie von der byzantinischen Kleidung stark beeinflusst, ab 1100 trugen aber nur mehr die Geistlichen solche Kleidungsstücke.

 

Die Cotte entstand aus der Tunika und ist ein Schlupfkleid mit langen Ärmeln. Sie bleibt bis in die Gotik erhalten und aus ihr entstand der Kittel. Darüber trug man den Surcot oder die Suckenie aus Wolle oder Leinen, wenn man es bezahlen konnte war die Surcot auch aus Seide. Der Surcot war meist ärmellos, ungegürtet und pelzverbrämt.

 

Karl der Große hat eine strenge Kleiderordnung eingeführt, mit der alles geregelt wurde. Er wollte, dass sich alle seine Untertanen in der sogenannten fränkischen Tracht kleideten. Zu diesem Zweck veranstaltete er eine Jagd, zu der alle Adligen eingeladen wurden. Sie erschienen in ihrer pompösen Kleidung, hingegen Karl der große trug die von ihm bevorzugte fränkische Tracht. Da diese Tracht vergleichsweise schmucklos und praktisch war, war er der einzige, der bei dieser Jagd nicht sämtliche Kleidungsstücke ruinierte. So konnte er seine Gefolgsleute von der fränkischen Tracht überzeugen. Diese fränkische Tracht fällt in die Zeit der Karolinger und geht eigentlich aus der germanischen und römischen Tracht hervor. Die Kirche verlangte allerdings eine Verhüllung des gesamten Körpers, wodurch sich die fränkische Tracht veränderte.

 

Der Kaiser trug zu seiner Krönung den Krönungsmantel, dieser ähnelt einer Toga auf der zwei Löwen symmetrisch abgebildet sind, die gerade dabei sind ein Kamel zu reißen. Der Krönungsmantel ist eine Goldstickerei auf dunkelrotem Samt. Außerdem war Karl der Große der einzige der rote Beinlinge tragen durfte, was vermutlich etwas mit dem hohen Preis der roten Farbe zu tun hatte.

 

Seide musste zu dieser Zeit aus China über die Seidenstraße importiert werden, da die Chinesen die Herstellung der Seide mit aller Macht geheim zu halten versuchte. Dennoch ist es einem Reisenden gelungen, zwei Seidenraupen in seinem Gehstock zu verstecken und bis nach Europa zu bringen. Diese Seidenraupen ernähren sich hauptsächlich von den Blättern des Maulbeerbaumes und spinnen sich in einen Kokon ein, um sich in einen Schmetterling verwandeln zu können. Dieser Kokon ist natürlich mehr wert als die Raupe, da er aus einem einzigen langen Seidenfaden besteht und aufgewickelt zu Seidengarn gesponnen wird.

 

Während der Vorherrschaft des Rittertums wurde die Kleidung wieder weltlicher und weniger verhüllend.

 

Die höfische Kleidung war farbenfroh und die Ränder wurden mit kostbaren Borten verziert. Bevorzugte Materialien waren feines Leinen, Samt, Seide, Brokat und edle Tuche.

 

Kleiderverordnungen schrieben dem einfachen Volk hingegen vor, gröbere Stoffe in dunkleren Farben ohne Besätze und Schmuck zu tragen.

 

Als Fußbekleidung dienten knöchelhohe Bundschuhe, pantoffelartige Schlupfschuhe und Ledersocken. Im 12. Jahrhundert kamen absatzlose Schnabelschuhe auf.

 

Die fränkische Tracht war funktionell, denn sie entstand aus der byzantinischen und der germanischen Tracht und bestand aus Hemd, Hose, Leibrock und Mantel. Das Hemd war war weit und lang und der darüber getragene Leibrock hatte lange, gerade Ärmel und einen runden oder rechteckigen Ausschnitt. Die Hose bestand entweder aus zwei kurzen oder langen Beinlingen, über die an den Unterschenkeln Beinbinden gewickelt wurden oder an einem Leibgurt befestigt wurden.

 

Den meist sehr langen Mantel in Rechteckform legte man um die linke Schulter und fibelte ihn auf der rechten. Man trug die klassische Tunika oder Alba, ein Unterkleid das in den heutigen Chorhemden erhalten ist. Die Beinlinge wurden an einer Art Unterhose befestigt und waren auch in der Romanik die einzige bekannte Form der Hose. Dazu trugen die Männer ein Schwert, das mit beiden Händen geführt wurde (Bihänder), und die aus Byzanz bekannten Schlupfschuhe.

 

Die Männer trugen eher selten Kopfbedeckungen, außer in der Kriegstracht. Später trugen sie Kappen, turbanähnliche Mützen und einen hut mit hohem spitzem Kopf. Auch junge Männer trugen ein Schapel, eine Art Krone.

 

Zur Ritterzeit unterschied sich bei den Edelleuten das Gewand der Männer kaum von dem der Frauen, die Männer hatten weniger faltenreiche, fußfreie Kleidung mit Beinlingen als Untergewand, ihr Surcot wurde vorne oder seitlich geschlitzt und war pelzverbrämt oder -gefüttert. Auch sie trugen einen Tasselmantel.

 

Die Rittertracht bestand aus dem Kettenhemd und der Rüstung. Jeder Meister, der eine Rüstung herstellte, hatte seine eigene Punze, die dem heutigen Logo entspricht und seine Signatur ist. Sie gelten unerwarteterweise als das feinste, das es gibt. Dazu benötigte man natürlich einen Helm, mit der Zeit entstanden die verschiedensten Helmformen. Darunter trug man eine kleine Haube, die die Haare schützte. Die Haare waren zur sogenannten Topffrisur geschnitten, da es aussah als hätte man ihm einen Topf aufgesetzt und alles, was darunter hervorstand abgeschnitten. Die Ritter hatten nur kleine Bärtchen, da sie in Kombination mit dem Helm praktisch waren.

 

Auch die Bruche entwickelte sich, sie bestand aus einem gewickelten Tuch, das wie eine Unterhose eingesetzt wurde.

 

Bis zum 11. Jahrhundert hatte das Frauenkleid einen tunikaähnlichen Schnitt, war meistens langärmelig, gegürtet und reich mit Borten verziert. Oftmals kam das hemdartige, faltenreiche Untergewand am Ausschnitt und an den Ärmeln zum Vorschein. Es war bodenlang und hatte lange, enge Ärmel. Mit der Zeit verkürzte man das obere Kleid und machte es enger, wodurch eine Betonung der weiblichen Formen erreicht wurde. Die Ärmel jedoch erhielten zum Handgelenk hin starke Erweiterungen. Als Mantel diente ein um die Schulter gelegtes Stoffstück, das seitlich oder vorne mit einer fibelähnlichen Agraffe geschlossen wurde.

 

Im 12. Jahrhundert entstand die Cotte, das Oberteil des Kleides, die sich ganz der Körperform anpasste. Dies wurde durch Formzuschnitt und Schnürung der Cotte, Bänder die seitlich oder am Rücken eingefügt wurden, erreicht. Trotzdem wurde ein Gürtel getragen, da er die tief sitzende Taille betonen sollte. Die Länge des Rockes war extrem, außerdem wurde durch eingesetzte Keile auch der Umfang sehr weit. Über der Cotte wurrde oft ein kostbares Übergewand, die Surcot oder Suckenie, getragen, die meist ungegürtet und ärmellos war. Im 13. Jahrhundert wurde die Cotte sehr lang, weniger anliegend und auch ungegürtet getragen. Der Surcot wurde überlang, er musste beim Gehen hochgenommen werden.

 

Die Uta ist ein Tasselmantel, ein halbkreisförmiger, weiter Schultermantel, der von den sogenannten Tasseln, zwei Schmuckplatten, und einer Schnur oder Kette, dem Fürspan, vorne verbunden wird.

 

Nur unverheiratete Frauen durften ihr Haar zeigen, sie verzierten ihre losen oder zu Zöpfen geflochtenen Haare mit dem Schapel, sie erinnert an eine Tiara und war ein Stirn oder Kopfreifen aus Metall oder Blumen. Nach der Hochzeit trug man einen Kopfschleier, -tücher und -binden. Andere Kopfbedeckungen bestanden aus Tüchern. Dazu gehörte das Gebende, eine Binde, die unterm Kinn streng anliegt, mit einer Krone ergänzt wurde und nur das Gesicht freiließ. Es gab quasi Spielregeln, die einem sagten, wieviel Haut man zeigen durfte, aber das Gebende durfte nicht gelockert werden.

 

Der Minnebeutel ist vermutlich die erste Form der Handtasche, in dem die Frauen ein wenig Geld hatten, das sie den Ärmsten geben konnten.

 

Der Schmuck bestand aus Gürteln, Fibeln, Ketten und Stirnreifen, die aus Gold oder Email gefertigt und mit Edelsteinen und mit echten oder unechten (Glas-) Perlen verziert wurden.

 

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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