römisches reich

historische fakten

Die Römer übernahmen die gesamte griechische Götterwelt mit neuen Namen und die Priesterinnen für jeden Gott. In der Anfangszeit des Christentums wurden diese noch verfolgt. Im Gegensatz zu den Griechen waren sie aber ein kriegerisches Volk, das nach und nach fast ganz Europa erobert hat.

 

Rom selbst wurde auf sieben Hügeln in einem menschenfeindlichen Gebiet, das aus Sümpfen bestand und von Moskitos und Schlangen bewohnt wurde, errichtet. Der Sage nach waren es Romulus und Remus, Geschwister, die von einer Wölfin großgezogen wurden, die die Stadt errichtet hat. In den römischen Geschichten kommt es immer wieder vor, dass man die Macht über etwas anderes gewinnen muss, wie etwa Romulus und Remus über das Sumpfgebiet, das heute Rom ist.

 

Außerdem waren sie sehr geschickt im Staatsaufbau und in ihrer Städteplanung. Die reicheren Römer lebten in unglaublichem Pomp in schönen Häusern, die ihr Selbstbewusstsein und ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft und innerhalb Europas widerspiegelten. Die Badezimmer hatten eine Fußbodenheizung und erinnerten oft an Schwimmbäder. Sie waren mit Mosaiken und Fresken geschmückt. In Aquilea kann man eines dieser Mosaike noch heute bewundern. Für die Gebrauchsgegenstände gilt dass eines schöner ist als das andere. Der Zweck der Paläste, Theater, sowie des Straßenbaus mit seinen Aquädukten und Viadukten war ebenfalls repräsentativ. Die Bögen- und Gewölbekonstruktionen der Römer ermöglichte monumentale Bauwerke, die diesem Zweck dienen konnte.

 

Der Großteil der männlichen Bevölkerung wurde durch Gladiatorenkämpfe ruhiggestellt. Als das nicht mehr genug war hat man den Tiber zu einem See umgeleitet um Kriegsschlachten zu veranstalten.

 

Nach einem tatsächlichen Krieg mussten Triumphzüge abgehalten werden, bei der die Feldherren mit allen erbeuteten Schätzen und Gefangenen voraus feierlich in die Stadt einzogen und oft unter einem Triumphbogen durchschritten. Der siegreiche Feldherr saß auf seinem Streitwagen, doch neben ihm stand ein Sklave, der ihn in all dem Pomp der für ihn veranstaltet wurde, daran erinnerte, dass er auch nur ein Mensch ist.

 

kleidung

Auch die Kleidung basiert auf griechischen Vorbildern oder ist ihr sehr ähnlich. Sie war aber weniger individuell gestaltet und entsprach einer strengen römischen Tradition. Ihre Gestaltung war zwar eher uniform und damit wirkte sie unpersönlich, aber sie war auch sehr aufwendig, repräsentativ, oft sogar luxuriös, wie es auch die Bauwerke waren. Die Art der getragenen Kleidungsstücke, sowie deren Form, Farbe und ihre Verzierungen konnten die anderen Römer genau über Stand, Rang und Wichtigkeit des Trägers informieren.

 

Anfangs waren die Stoffe aus naturfarbener Wolle, nur die Kanten waren farbig. Sie wurden aber mit der Zeit immer farbiger und auch reicher geschmückt. Natürlich haben die Damen leichtere Materialien, wie Baumwolle und Seide, lieber für ihre Kleidung verwendet, als grobe Wolle oder Leinen.

 

Die Paenula (heute: Poncho) ist ein ovaler oder rautenförmiger Mantelumhang mit Kopfloch, der vorne offen oder geschlitzt sein konnte und manchmal auch eine Kapuze hatte. Sie diente als Schutz gegen schlechtes Wetter. Außerdem entwickelt sich die Dalmatika, die auch in Byzanz getragen wird.

 

Die Männer trugen eine knielange Tunika, die aus zwei Stoffstücken bestand und an den Seiten zusammen genäht war und an der Hüfte gegürtet wurde. Oft wurden mehrere Tuniken übereinander angelegt und Rangabzeichen an der Obersten angebracht. Bei feierlichen Anlässen trug man eine fußlange Tunika. Das Pallium ist ein rechteckiges Wolltuch, das über der Tunika um den Körper gewickelt wurde, später wurde es nur über die linke Schulter gelegt und an der Rechten befestigt. Es war praktischer und bequemer als die Toga.

 

Die Toga bestand aus einem ovalen Stück Wollstoff, das etwa dreimal länger und zweimal breiter als der Mann war. Man trug sie längs gefaltet und kunstvoll um den Körper drapiert. Zum Anlegen dieser Toga brauchten die Männer einen speziell ausgebildeten Sklaven, der ihnen dabei behilflich war. Dennoch durften nur freie Männer sie tragen, denn sie galt als Staats- und Ehrenkleid des römischen Bürgers. Für die Krieger wurde zusätzlich ein Panzer entwickelt, sie trugen trotzdem die Toga. Die Farben der Toga kennzeichneten den Stand oder Beruf: Senatoren und Abgeordnete hatten schmale, rote Streifen, Krieger hatten breite, rote Streifen, besonders wichtige Personen bekamen schwarze Streifen und Priester hatten beige oder braune Togen.

 

Auch die Fußbekleidung gab Aufschluss über Stand und Rang des Trägers. Je nach Anlass musste man bestimmte Schuhe tragen. Die Sandalen wurden Calceus oder Solea genannt, es gab sie in vielen verschiedenen Variationen. Es gab auch Stiefel für Männer, Stiefeletten hießen Pero. Die Crepida war eine bestimmte Sandale, die die Achillessehne, die Schwachstelle des Kriegers bedeckte.

 

Bei Männern waren Kopfbedeckungen selten, wenn schon zweckgebunden. Bauern, Jäger und Arbeiter trugen eine enganliegende Kappe, freie Bürger bevorzugten einen Hut mit schmaler Krempe, vornehme Bürger nutzten die Toga um ihr Haupt zu bedecken.

 

Auch die Frauen trugen eine Tunika, die an den Schultern mit Knöpfen und Broschen verziert war und unter der Brust gegürtet wurde. Manchmal hatte die Tunika auch angenähte oder -geschnittene Ärmel. Eine andere Möglichkeit war die Stola, die den gleichen Schnitt wie die Tunika hatte. Die Stola ist ein sehr weites, oft schleppendes, gegürtetes Obergewand in Hemdform. Außer Haus wurde sie mit der Palla kombiniert, ein rechteckiges Wolltuch, das um den Körper drapiert wurde und häufig den Kopf bedeckte. Diese erinnert an die Toga, wurde aber anders gefaltet und gegürtet.

 

Für die Körperpflege gab es tausende Essenzen, unter anderem zum Färben oder Enthaaren, die in Fläschchen oder Döschen aufbewahrt wurden. Jedes dieser Fläschchen soll schöner gewesen sein, als das andere.

 

Damenschuhe wurden aus feinem Leder hergestellt und waren reich verziert. Außerdem trugen die römischen Frauen sehr gerne Schmuck, der unglaublich fein gearbeitet war, so fein, dass ihn heute keiner mehr nachahmen kann. Dazu gehörten Diademe, Ringe, Armreifen, Fußspangen, Halsbänder, Ohrringe, die aus Edelmetallen, Email, Elfenbein und Perlen gefertigt wurden. Die kunstvoll gelockten Haare wurden in ein Netz aus Gold- und Silbergeflecht gelegt und durch Spangen und Diademe gehalten. Außer Haus trugen sie zudem einen Schleier.

 

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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