liturgische kleidung

 

Man muss dazusagen, dass meine Professorin schon bald hundert Jahre alt ist. Sie ist auch dreimal in Pension gegangen, was mich jedesmal erleichtert hat. Sie hat mich besonders gern geärgert. Ist aber wahrscheinlich nicht deshalb wieder aus der Pension zurück. Die Kostümgeschichtevorlesung wollte sie gar nie hergeben. Ich weiß nicht, ob sie sie noch immer hält.

 

Nachdem in Rom das Christentum eingeführt wurde, übernahmen die Geistlichen die Kleidung der Römer teilweise. Die geistlichen Ornate gehen aber auch auf die byzantinische Kleidung zurück. Auch der Krönungsornat der weltlichen Herrscher richtete sich lange Zeit nach byzantinischem Vorbild.

 

Die Albe ist also der Tunika ähnlich und wird immer unter den anderen Kleidungsstücken getragen. Die Kasel wird nur bei bestimmten Anlässen getragen. Die Stola wird zu einem langen Schal, der an allen Anlässen getragen wird und von den Pfarrern selbst gestaltet werden kann. Der Manipel ist ein Stoffstreifen um die linke Hand. Der Gürtel oder Keuschheitsgürtel wird Zingulum genannt. Mönche tragen einen Habit. Der Talar ist ein riesiger schwarter Mantel, wie eine Soutane, der bestimmte Knöpfe benötigt und eine Besenborte, die Löcher im Mantel verhindern soll. Der Chormantel ähnelt dem des Nikolaus, hieß Pluviale (Regen, regnen), er ist vorne nicht geschlossen und der Geistliche trägt ihn, wenn er außer Haus geht. Die Tiara ist eine Art Krone, die der Papst trägt. Erst Papst Johannes (?), der vorletzte Papst, hat sie abgeschafft. Dieser Papst hat auch viele andere positive Veränderungen gebracht. Die Mitra ist die Bischofsmütze, die auch der Papst trägt, sie ist modisch beeinflusst. Der Soli ist eine kleine Mütze, die dazu dient, die Tonsur abzudecken. Das Birrett wird von Don Camillo getragen und besteht aus drei oder vier Teilen (?).

 

Die katholische Kirche hat das Kirchenjahr in einem Farbkanon festgelegt. Weiß ist natürlich die Farbe der Reinheit, Violett steht für die Buße, Einkehr und Besinnung und wird an Weihnachten getragen, seit dem 2. vatikanischen Konzil auch bei Beerdigungen. In der Farbpsychologie bezeichnet man Violett als die Farbe der Depressiven, äußerst passend. Rot ist in der katholischen Kirche die Farbe der Flamme des heiligen Geistes. Grün ist die Farbe des Wachstums und des Lebens. Schwarz steht für die Trauer, Karfreitag und Allerseelen. Rosa ist die Übergangszeit zwischen Gaudete und Laetare. Wie man sehen kann sind diese Farbzuordnungen sehr logisch, da Pflanzen, die wachsen grün sind, das Feuer ist rot, an weißen Dingen sieht man sofort ob sie dreckig sind oder nicht, und rosa müsste demnach im Frühling sein, da da die Obstbäume blühen.

 

In der orthodoxen Kirche sind die Kaseln vorne geschlossen, sie tragen auch eine Stola. Ihre Kirchen sollen besonders schön sein.

 

In der evangelischen Kirche wird vieles anders gehandhabt. Die Pastoren dürfen heiraten und eine Familie gründen. Außerdem ist ihre Kleidung anders, sie tragen einen schwarzen Talar, der wie ein großes Hemd aussieht. Das Päffchen ist der Kragen des Talar. Sie dürfen keine Goldelemente in ihre Kleidung integrieren,

 

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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