griechenland

historische fakten

Die Griechen vollbrachten bedeutende Leistungen, nicht nur in der Architektur, Kunst und im Kunsthandwerk, sondern auch in der Philosophie, der Literatur und den Theaterstücken, die damals ein politisches Instrument waren. Heute ist es nicht mehr so, obwohl zum Beispiel Bertold Brecht das dahingehend verändern wollte und „Die Vögel“ als Angriff auf die Politiker gilt. Damals waren Sophokles und Aischylos wichtige Persönlichkeiten. Die griechischen Philosophen waren die ersten, die wissenschaftliche Arbeit, so wie sie heute auch ist, betrieben. Am wichtigsten zu Wissen ist die Tatsache, dass alles, das unsere Demokratie ausmacht, ursprünglich in Griechenland entstanden ist. Im Gegensatz zu uns hatten sie jedoch eine ganz eigene Mythologie, die ihre Religion ausmachte. Außerdem war es das oberste Ziel der Griechen eine Harmonie zwischen Körper, Geist und Leben herzustellen. Viele versuchen auch das heute wieder zu erreichen. Mir gelingt es nicht immer.

 

Den griechischen Baustil kennzeichneten Ruhe, Klarheit, ausgewogene Proportionen, Harmonie und strenge Ordnung. In Sizilien ist ein Beispiel für die griechischen Theatergebäude noch erhalten, etwa 6000 Menschen hatten darin Platz. Die Akustik erlaubte es so groß zu bauen, da die Sitzreihen je weiter sie von der Bühne entfernt sind immer höher oben liegen, kann der Schall problemlos bis in die letzte Reihe übertragen werden. Die Schauspieler hatten deshalb ziemlich hohe Schuhe und Masken. Außerdem gab es eigene Sprachrhythmen, die Hexameter, in denen die Texte vorgetragen wurden. Zu den damals bekannten Musikinstrumenten zählten die Lyra, sowie Flöten und Panflöten. Nur Gefäße aus Keramik wurden bemalt und diente eigentlich zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Abbildungen von Menschen oder Ereignissen sind hauptsächlich auf Vasen erhalten geblieben.

 

Penelope war die Frau von Odysseus. Während er auf seiner Reise war hat sie einen Teppich gewebt, der ihr dazu diente Verehrer abzuwenden. Sie sagte nämlich, dass sie einen anderen Mann als Odysseus heiraten würde, wenn der Teppich fertig ist. Um diesen Tag hinauszuzögern hat sie den Teppich in der Nacht immer wieder aufgetrennt. Dieser Teppich wurde rekonstruiert und befindet sich in Venedig.

 

Außerdem bekannt sind Sparta und der Marathonlauf. In Sparta wurden die besten Soldaten ausgebildet, die auch die extremsten Formen des Lebens aushalten konnten: harte Arbeit, wenig Schlaf, Essen und wenige andere materielle Güter. Die Griechen, die nicht aus Sparta stammten, waren aber ein eher friedliebendes Volk. Über die Entstehung des Marathonlaufes ist bekannt, dass ein Soldat nach dem Krieg die 42km in sein Heimatdorf zurücklief um eine wichtige Botschaft zu überbringen. An diesem äußerst anstrengenden Lauf messen noch heute einige ihre eigenen Kräfte. Ich hatte den Plan im März 2021 selbst einen laufen zu können. Boah, das hieße von Liefering nach Hallein und wieder zurück zu laufen. Momentan schaff ich sie einmal. Mit dem Rad. Ob das was wird?

 

Das Orakel von Delphi brachte ganz andere Botschaften: man ging dorthin um eine Prophezeiung für die Zukunft zu bekommen. Es ist heute bekannt, dass es sich über einer Schwefelquelle befand und die Botschaften oft sehr zweideutig waren: so hat die Antwort auf die Frage ob die Griechen in den Krieg mit einem anderen Land ziehen sollen lauten können, dass dabei ein großes Reich zerstört wird. Wenn sich der Heerführer beschwert hat, dass er den Krieg verloren hatte, konnten sie sich darauf hinausreden, dass sie ja ein Reich gesagt haben, aber nicht welches.

 

 

kleidung

Generell bestanden die Stoffe meist aus Leinen und wurden in einer bestimmten Breite gewebt, so dass sie nicht zugeschnitten werden mussten. Die vielen Faltungen und das Umklappen waren eine eigene Wissenschaft, anhand dessen man die Herkunft und den Stand des Trägers erkennen konnte, der aber trotzdem noch Spielraum für individuelle Präferenzen ließ. Die Kleidungsstücke der Griechen waren extrem bunt, da sie gute Färbetechniken hatten. Wollweiß wurde nur zu bestimmten Anlässen getragen. Die Kanten der Kleidungsstücke wurden auch gern mit Borten verziert. Dazu gab es schmückende Fibeln, sie sind Gewandnadeln, -spangen oder Schnallen, die das Gewand zusammen halten und ähneln heutigen Sicherheitsnadeln.

 

Auch in Griechenland war Körperbehaarung verpönt, sogar Soldaten wurden enthaart. Lockiges Haar war beliebt, man konnte sich auch künstliche Locken machen lassen. Diese Locken deuten aber auch auf einen afrikanischen Einfluss hin. Der Bart hingegen zählte als Symbol für Weisheit und der Würde, je mehr man sich mit Geisteswissenschaften beschäftigte (und je länger man lebte), desto mehr Bart durfte man tragen.

 

Das wichtigste Kleidungsstück war der Chiton, ein gerades Stück Leinenstoff mit Kopf- und Armlöchern und bauschigem Faltenwurf, das an den Schultern und mit einem Gürtel zusammengehalten wurde. Das Himation war ein großes, rechteckiges, wollenens Umschlagtuch, das zum Chiton kunstvoll um den Körper drapiert wurde.

 

Der Chiton der Männer ging ihnen bis zum Knie und wurde gegürtet. Bei festlichen Anlässen wurde auch ein knöchellanger Chiton getragen. Ansonsten war dieser den älteren, vornehmen Männern und Priestern vorbehalten. Der Exomis sah so ähnlich aus, ließ aber die rechte Schulter frei um die Träger nicht am arbeiten zu hindern. Auch Männer trugen ein rechteckiges, wollenes Himation. Die Chlamys hingegen war ein halbrundes, kurzes Umschlagtuch aus Wolle, das vor allem den Soldaten und auch anderen, Reitern oder Reisenden, als Reisedecke dienen konnte. Sie wurde über die linke Schulter gelegt und an der rechten mit einer Fibel zusammengehalten. Die Chlaina ist ein einfaches Wollgewand, das über den Rücken und die Schulter gelegt und vorne oder auf der anderen gehalten wurde, ihr entsprach der Peplos für die Frauen.

 

Die Griechen gingen im Haus barfuß, trugen Sandalen mit Fersenschutz im Alltag, die Soldaten hingegen hatten geschnürte Stiefel. Der Petasos, ein flacher, runder Filzhut mit Krempe, war allgemein beliebt. Aber auch der Pilos wurde von Männern getragen, er war eine enganliegende Kappe aus Leder oder Filz.

 

Auch die Frauen trugen einen Chiton, ihrer reichte aber immer bis zu den Knöcheln. Seine Weite war variabel, entweder reichte er von Ellbogen bis Ellbogen und wurde nur auf den Schultern gehalten. Die weiteste Version hingegen reichte von den Fingerspitzen bis zu den Fingerspitzen bei ausgestreckten Armen, und hatte Scheinärmel. Außer Haus trugen sie auch den Peplos, ein riesiger, rechteckiger Schal aus Wolle, der unter den Armen um den Körper gelegt an den Schultern hochgezogen und mit Fibeln, Knöpfen oder Knoten gehalten wurde. Er wurde am oberen Ende längs gefaltet, wodurch er bis zur Taille oder Hüfte zweilagig getragen werden konnte. Auch ein Gürtel wurde manchmal um die Taille getragen. Das Himation diente als Mantel und ist ebenfalls ein großes Wolltuch in Rechteckform, das um den Körper und manchmal auch den Kopf gewickelt werden konnte.

 

Dazu trugen die Frauen außer Haus Sandalen, Bänder wurden hoch geschnürt und verziert. Reiche Damen sind allerdings nur selten außer Haus gegangen. Fibeln sind den heutigen Sicherheitsnadeln ähnlich, waren aber viel reicher geschmückt und dienten zum Zusammenhalten von Kleidungsstücken. Das lange Haar wurde oft geflochten und mit Haarbinden, Reifen und Bändern gehalten und verziert, Schminke und Parfum wurden eher selten oder nur wenig verwendet. Schmuck wurde aus Edelmetallen und -drähten hergestellt, die Filigrantechnik der Griechen war sehr fein und geschmackvoll, es gab Halsketten, Ringe, Ohrringe, Diademe (Stirnreifen), Ziernadeln und Spangen.

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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