BOOK OF THE DEAD
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ägypten

historische fakten und vermutungen

TEMPEL VON KARNAK
TEMPEL VON KARNAK

Über die Ägypter ist mehr bekannt, als über die prähistorische Zeit, da sie zahllose Wandmalereien hinterließen und eine Schrift hatten, Hieroglyphen, die mithilfe des Steines von Rosette entziffert werden konnte. Die Hieroglyphen, eine Symbolschrift ohne Vokale, entstanden in Ägypten zur selben Zeit, wie die Höhlenmalereien, als die letzten vordynastischen Könige regierten und ist bis etwa 400 nach Christus in Verwendung. Diese Aufzeichnungen waren auf Papyruspapier viel leichter zu bewerkstelligen, als sie in Stein zu meißeln. Der Papyrus wuchs in den Sümpfen des Nildeltas, woraus das Papyruspapier wie folgend hergestellt wurde: die Papyrusfasern werden gestampft und als Fläche aufgelegt, wobei die Fasern der einen Schicht im rechten Winkel zu den Fasern der vorhergehenden Schicht aufgelegt werden, danach wird ihnen der Saft durch stampfen entzogen (?).

 

Die Kultur der Ägypter war hoch entwickelt und vor allem ihre Architektur zeugte von technischer Perfektion. Die ägyptischen Götter haben Menschenkörper und Tierköpfe. Ihre Religion und Tradition stand im Mittelpunkt. Die Priesterinnen galten als Sprachrohr für das Göttliche. Außerdem war im alten Ägypten der Totenkult ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion, denn dem Weiterleben nach dem Tod galt ihr größtes Interesse. Die Ägypter mumifizierten und begruben ihre Adligen mit Essen, Schmuck, Gebrauchsgegenständen und sogar mit ihren Frauen. Anhand dieser Gräber lässt sich feststellen, was es im alten Ägypten an Gebrauchsgegenständen gab. Auch die Pyramiden zählen zu diesen Grabmälern, sie waren die Größten unter ihnen, und es galt als Ehre daran mitarbeiten zu dürfen. Diese Pyramiden und andere Tempelanlagen sind heute noch erhalten. Um mehr dazu zu lernen gibt es zahllose Kleopatra-Filme, die man sich ansehen kann.

 

kleidung

GRABRELIEF
GRABRELIEF

Durch das milde Klima war in Ägypten nur leichte Bekleidung notwendig, die am Anfang der ägyptischen Hochkultur für alle Bevölkerungsschichten gleich war und sich erst später in Richtung sozialer Kennzeichnung entwickelte. Auch Frauen und Männer trugen ähnliche Kleidungsstücke.

 

99% der ägyptischen Bevölkerung ging barfuß, sogar die führende Bevölkerung, nur die Sklaven und Arbeiter hatten Sandalen, die den heutigen Sandalen sehr ähnlich sehen, mit Zehenriemen und langen Spitzen. Körperbehaarung war verpönt, sogar die Männer entfernten diese genauestens. Die einzige Ausnahme ist der Bart, der als Zeichen der äußersten Macht galt, dieser war aber aus Leder angefertigt.

 

Kleider und Stoffe bestanden auch aus Sprangtechnik, da diese sehr dehnbar sind. In Ägypten war neben Wolle und Leinen auch Baumwolle bekannt. Das bevorzugte Material war aber feines, weißes Leinen oder auch farbig gemusterte oder mit Goldfäden durchsetzte Stoffe. Viele Gewänder waren durchsichtig und fein plissiert.

 

In Ägypten herrschten verschiedene Dynastien, so kam es, dass Ägypten für einige Zeit in Ober- und Unterägypten geteilt war. Die oberägyptische Krone war weiß, die unterägyptische Krone hingegen rot. Als sie wieder vereint wurden, entstand eine neue Krone, die eine Mischung aus beiden vorhergehenden war. Stirnbänder, Krummstab und Geißel waren weitere Insignien des Königs. Seine Kopfbedeckung war individuell und erinnerte an die Köpfe der Götter. So gab es einerseits das Uräusdiadem, das einer heiligen Schlange gewidmet war, oder die Sphinxhaube, ein Löwe mit Menschenkopf, oder die Geierhaube. Ein transparenter, um den Körper gewickelter Mantel war auch den Herrschern vorbehalten, man nannte ihn Haik.

 

Sowohl Frauen als auch Männer trugen reichen Schmuck, der aus Gold, Edelstein, Email oder Elfenbein gefertigt wurde. Es gab Armreifen, Halsketten, Fußspangen, Ohrringe, Fingerringe und Gürtel. Auf Körper- und Schönheitspflege wurde großen Wert gelegt.

 

Weitere Symbole sind das Henkelkreuz, das Auge von (?) und die Rassel, die als Attribut der Priesterinnen diente. Sie bestand aus Klangkörper und einem langen Handgriff und wird Sistrum genannt.

 

ABBILD EINES PHARAOH
ABBILD EINES PHARAOH

Auch in Ägypten spielte der Lenden- oder Hüftschurz eine wichtige Rolle in der Männerkleidung, der um die Hüften geschlungen und vorne geknotet oder von einem Gürtel gehalten wird. Es konnten auch mehrere übereinander getragen werden, der oberste war aber der Längste, der schon rockähnlich wurde. Der Schurz wird Shenti genannt, ich würd gern wissen, was Ina Müller bzw Hamburger dazu sagen....! Dieser Shenti konnte reich verziert und drapiert sein, diente aber auch als praktische Arbeitskleidung. Jeder, vom einfachen Bauern bis zum Pharao und auch ein typischer Araber trug einen solchen Shenti, Jedoch zählte die Steifheit dieses Shenti als Unterscheidungsmerkmal, das hing von der Form der Verarbeitung ab: je steifer der Shenti, desto wichtiger war die Person. Dieser Shenti wurde aus Leder, Baumwolle oder Leinen hergestellt. Alle Inder, vom König bis zum Bauern, sogar Frauen hatten nur ein Tuch, das um die Hüfte geschlungen wurde. Bei den Juden verschwand der Schurz allmählich, bis ihn zur Zeit Jesu nur noch die Diener trugen. Einen Schurz gab es auch bei den Griechen und den Römern, die ihn aber nur für Feldarbeiten trugen. Allmählich wurde der Shenti durch eine hemdförmige Kalasiris und einen mantelähnlichen Umhang abgelöst.

 

Die meisten ägyptischen Frauen trugen auch nur ein schlichtes Leinentuch um die Hüften geschlungen, das bis zu den Knien reichte. Nur die Oberschicht trug zusätzlich einen Umhang, der die Schultern bedeckte, bis zu den Ellbogen reichte und durch Raffungen Querfalten erhielt.

 

Die Grundlage der ägyptischen (Frauen)Kleidung bildete die Kalasiris, die in vielfältigen Formen getragen wurde. Grundmaterial war ein häufig transparentes, enges Tuch, das die Figur der Trägerin zeigte. Es wurde um die Taille in Falten gelegt oder fein plissiert und reichte entweder bis zu den Waden oder den Knöcheln. Man konnte die Kalasiris mit breiten Trägern, einem Schulterband oder Ärmeln tragen, außerdem konnte sie reich verziert oder mit Ornamenten versehen sein, lose oder mit Gürtel, mit oder ohne Sandalen getragen werden.

 

Unter asiatischem Einfluss entwickelte sich eine Art Mantel, der aus einem breiten Stoffstück in doppelter Gewandlänge bestand, das ein Kopfloch und seitlich von der Taille bis zum Saum Nähte erhielt. Unter der Brust wurde es zusammengerafft und oft mit Bindeschärpen getragen.

 

Als Schmuck und Sonnenschutz gehört zur Kalasiris ein aufwendiger Kragen in Kreisform, der aus Leder, Metall oder Stoff bestehen konnte und bunt bemalt oder mit Edelsteinen besetzt wurde. Dazu trug frau eine Perücke, die aus Wolle gefertigt war und einen Salbenkegel hatte. Im alten Reich wurden die Haare der Perücke offen getragen, im mittleren Reich wurden diese Frisuren schon komplizierter und im neuen Reich bestand sie aus aufwendigen Zöpfen. Der Salbenkegel bestand aus tierischem Fett und ätherischen Ölen, die in der in Ägypten üblichen Hitze schmolzen. So hatten sie eine ähnliche Wirkung wie ein Parfüm und Hautcreme zugleich. Die Kopfbedeckungen der Priester waren hingegen sehr vielfältig.

 

Auch damals schon haben sich die Damen geschminkt, der Kajal gilt sogar als ägyptische Erfindung. Er diente nicht nur dazu die Augen zu betonen sondern auch als bevorzugter Ersatz für die Augenbrauen.

 

Alle Bilder sind von https://en.wikipedia.org/wiki/Ancient_Egypt kopiert

 

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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