[Manchmal hilft nur] EINFACH ANFANGEN

 Viele meiner Freunde haben gesagt, dass sie rund um ihren dreißigsten Geburtstag eine Krise hatten Meine 30er Krise war irgendwie nicht vorhanden. Bis eine Freundin gemeint hat: "Ich hoffe es erwischt dich nicht so schlimm wie mich..." Total lieb. Aber die Krise ist dann doch erkennbar geworden. Es gibt so einige Dinge, die ich unbedingt tun will. Und von denen will ich mich in Zukunft nicht mehr abhalten lassen. Das ist die positive Formulierung. Die Negative wäre: ich habe zuviel Angst davor, die Dinge anzugehen, die mir wirklich wichtig sind.

 

Zum Glück geht es gar nicht darum, dass man keine Angst hat. Sondern um das, was man damit macht. Das Problem ist dann der Hund, der mit dem Herrchen spazieren geht. Manchmal beobachte ich, dass meine liebsten Mitmenschen aus Angst oder gar Panik versuchen ihr Umfeld zu kontrollieren. Eigentlich sollten sie ihre Angst kontrollieren, wissen aber vielleicht gar nicht, wie das geht. Vielleicht wissen sie auch nicht, dass ihre Angst sie beherrscht...

 

Ich habe mir oft gesagt, dass ich im Kopf oder im Herz gar keinen Platz für neue Dinge oder Freunde habe. Ich weiß es aber mittlerweile ganz genau, dass mich eigentlich meine Ängste manchmal von etwas abhalten, das ich unbedingt machen will. Wie ich darüber hinwegkomme? Nun, das soll uns dieser Text erklären. Mein Hirn funktioniert nämlich nicht in Worten, sondern nur in Bildern, Musik und Gefühlen. Deshalb muss ich alle wichtigen Gedanken penibel irgendwo hinkritzeln. Und irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem all die Papierfetzen sortiert werden. Aus all den Liedern, die mir geholfen haben, und einigem weniger an Papierfetzen zu diesem Thema ist eine coole Sache geworden. Es ist viel zu lesen... aber trotzdem habe ich mich an das Prinzip der Sparsamkeit von "Ockham's Razor" gehalten: Wenn man mehrere Erklärungen hat, ist die einfachste und ausreichende die Beste. Es sind nur ausreichende Erklärungen, der Text könnte noch viel länger sein.

 

Ein dickes Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben!

 

1. "It's only fear after all..."

PAULEY PERRETTE "FEAR"

 

 

NEUES AUSPROBIEREN

 

Für Vero.

Alles zu seiner Zeit.

 

Um überhaupt etwas Neues auszuprobieren, muss man sich die Sache erst einmal zutrauen. Um sich etwas zutrauen zu können, muss man mit Fehlern und Kritik gut umgehen können. Da man - gefühlt - ständig Fehler macht und viel Kritik vertragen muss, wenn man etwas Neues lernt, ist es gerade für uns besonders schwer neue Wege zu gehen. Mit Fehlern und Kritik können die Österreicher im Allgemeinen nicht so gut. In meinen Augen haben wir aber den falschen Umgang mit Fehlern und Kritik gelernt. Ich glaube, ich bin nicht allein, wenn ich sage, dass ich die Angst vor Fehlern und Kritik gut kenne. Aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass Fehler was Gutes sein können und Kritik einem prinzipiell weiterhelfen könnte. Dazu will ich euch nur kurz eine Geschichte erzählen, die beim Biertrinken immer gut ankommt. Die Erklärung gibt's dann am Ende vom zweiten Teil.

 

Eines kalten Jännertages bin ich mit einem meiner besten Freunde auf ein Konzert gefahren. Als wir am Parkplatz ankamen waren wir gerade wieder in einer tiefgründigen Diskussion verstrickt und ich habe nicht aufgepasst, wo die Parkkarte gelandet ist. Das ist mir aber erst aufgefallen, als wir den Parkplatz wieder verlassen wollten und ich die Gebühr zahlen wollte. Ich habe alles durchsucht und dann nochmal und beim dritten Mal dann schon panisch. Mir war es total peinlich, aber es hat ihn zum Glück gar nicht irritiert. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist er dann auf die Idee gekommen zu schauen, ob man da nicht irgendwo anders auch rausfahren kann. Er hat eine Möglichkeit gefunden und ist zum Glück auch noch talentiert Leuten etwas einzureden, von dem nur er überzeugt ist. "Doch, des geht!", hat er immer wiederholt. Irgendwann habe ich ihm geglaubt und bin mal dahin gefahren. Wie ein Zirkusdirektor ist er dann am Zebrastreifen gestanden und hat mich aus dem Parkplatz hinausgewunken. Es war so cool. Wir haben uns vor Lachen sicher zehn Minuten nicht mehr beruhigen können. Die Parkkarte ist dann da aufgetaucht wo ich normalerweise die Parkscheine für die Stadt hinleg. Ich hab sie noch immer irgendwo. Nur: Mittlerweile kennen die Geschichte so viele Leute dort und sie erzählen sie weiter: "Weißt, scho, die Julia, die kann da zwischen den Betonpfosten ausparken...!" Es hat sich herausgestellt dass das, was nicht mal als Fehler, sondern als Unaufmerksamkeit begonnen hat, zu einer kleinen, lustigen Legende geworden ist. Bezahlt wird dort sicher nicht mehr!

 

 

NEUE MENSCHEN

Before You Accuse Me | Nobody Knows You | Riding With The King | Trouble & Woe

 

Für Nadia.

Danke.

 

Alleine irgendwo hingehen ist für mich jedesmal eine Überwindung. Manchmal auch, wenn ich noch so oft schon allein dort war und manche von ihnen wirklich gern hab. Wenn ich hingegen mit einer Freundin unterwegs bin, lerne ich aber keine NEUEN Freunde kennen. Und das brauche ich eigentlich immer. Woher sollen sonst die Ideen kommen?

 

Die Angst davor, dass einen keiner mag, ist genetisch einprogrammiert (TM, wo?), da wir gelegentlich auch nur Herdentiere sind und eigentlich nur in einer Gruppe überleben könnten - wäre da nicht die moderne Zivilisation. Also fürcht ich mich, dass ich Fehler mach. Dass ich bei der Party allein dasteh und blöd ausseh. Dass alle davonlaufen. Ich frage mich was die anderen über mich denken? Wird es positiv sein? Wie werden sie auf mich reagieren? Ist die Reaktion etwas, das sie immer tun oder nur ausnahmsweise? Was wollen sie wirklich sagen? Ist es Kritik oder fühle ich mich falsch verstanden?

Werden sie mich mögen? Da hilft mir immer Johnny Cash (Live At San Quentin): I think I understand a little bit how you feel about some things. It's none of my business how you feel about some other things and I don't give a damn about how you feel about some of the things!

 

Wir brauchen aber andere, die uns ganz von selbst verstehen und das sind was wir wollen oder brauchen. Die denselben Humor haben. Aber vor allem solche, die uns so akzeptieren, wie wir sind. Das merkt man eh ganz von selbst. Und wenn die alten Freunde dafür nicht mehr geeignet sind, wird es schleunigst Zeit sich Neue zu suchen.

 

Beim ersten Mal alleine zu einem Konzert gehen, habe ich einfach hingehen müssen. Die Sängerin hat nämlich trotz größtem Stress unerwarteterweise mein Logo designt. Ich war mir einfach sicher, dass das Geringste, was ich für sie tun kann, zu ihrem Konzert gehen ist. Das war der Grund warum die Überlegung alleine hinzugehen auch in die Tat umgesetzt wurde. Dieses Konzert - bei dem alle Musiker eh auch nervös waren - hat einen ziemlich großen Stein ins Rollen gebracht. Ich habe nämlich mittlerweile nicht nur total viele neue Leute und einige neue Freunde kennengelernt, sondern auch verstanden, dass man sich manchmal einfach nur auf die Bühne stellen muss und spielen anfangen. Weil man gut genug darauf vorbereitet ist.

 

 

BERUFLICHE VERÄNDERUNG

Highway To Hell | Born To Be Wild | Like a Rolling Stone | Nix mitnemma

 

Für Heidi.

Respekt.

 

Diese Veränderung ist so schwierig, weil sie Neues lernen und von neuen Menschen akzeptiert werden beinhaltet. Und dennoch müssen Arbeitskollegen ja nicht zwangsläufig Freunde werden, oder?

 

Was mich davon abhält einen neuen Job anzufangen ist ein Teufelskreis aus Prüfungs- und Bewerbungsangst. Da ich fast immer die falschen Qualifikationen habe oder "überqualifiziert" bin, kommt auch kein Erfolgserlebnis daher. Dann mischt sich noch der Stress, den mir andere machen, dazu. Wenn sich das dann ein paar Mal wiederholt, kann ich fast gar nicht so schnell schauen, wie sich die vorher normale Prüfungsangst in eine Panik verwandelt, die sich mit jeder weiteren Enttäuschung nur noch weiter steigert. Gert Scobel sagte dazu: "Man muss die Bewerbung aber als Herausforderung sehen, etwas gut zu machen und nicht als Gelegenheit zu Versagen."

 

Eigentlich würde ich gern selbstständig arbeiten, da es für meine Qualifikationen fast gar nicht anders geht. Es ist eh verständlich, wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmen nur für einen bestimmten Flyer oder einmal eine Homepage, ... einen Grafiker brauchen. Und so zieht sich das durch all meine Fähigkeiten.

 

Ich will euch jetzt gar nicht mit all den Fragen zutexten, die mich so zum Zweifeln gebracht haben, dass das ganze nie ein Erfolg hätte werden können. Für mich ist diese Webseite und die Nähwerkstatt ein Traum. Damit würde ich all meine Hobbies zum Beruf machen. Bis ich diese kritischen Stimmen endlich zum Schweigen gebracht habe ist viel Zeit vergangen. Eigentlich war es nur unendliches Durchhaltevermögen, um bis hier her zu kommen. Und die weise Entscheidung fehlendes Wissen in einem Wirtschaftskolleg nachzuholen. Dieses Wissen hilft mir den richtigen Weg zu finden und gibt mir gleichzeitig das Vertrauen, dass es schon hinhauen wird. Letztlich ist dieses Selbstvertrauen das Einzige, das einen durch die vielen Höhen und Tiefen bringt. So viele Fehler, so viele Fehleinschätzungen, so viele Enttäuschungen... aber jetzt weiß ich zumindest, dass das normal ist. Oder wie es der Taxifahrer in Best Exotic Marigold Hotel sagt: "Manchmal gewinnt man... und manchmal lernt man etwas dazu."

So viele Menschen glauben, dass alles in einem Unternehmen sofort funktionieren muss. Aber das stimmt... Nicht. Seitdem ich das Wirtschaftskolleg mache, weiß ich das. Die Entrüstung mit der meine Management-Lehrerin das gesagt hat, war auch in der größten Nervosität nicht zu übersehen.

 

 

ALTES "STERBEN" LASSEN

These Wilder Things | Lost | Walk of Life | Asking Around For You | The Circle of Life | Tears In Heaven | Never Said Goodbye | Alt.End

 

Für unseren Opa.

Und Chries.

Ich vermisse euch.

 

Nach manchen Todesfällen stellt sich eine generelle Unfähigkeit ein, Dinge gehen und Menschen ziehen zu lassen. Nicht alle Todesfälle haben so eine Wirkung, aber manche eben doch. Vielleicht geht es gar nicht darum, die Menschen gehen zu lassen. Man will sie ja nicht als Ganzes vergessen.

 

Gerade letztens habe ich mit der Nachbarin meiner Eltern über den Tod ihres Sohnes geredet. Da er ein wichtiger Freund meiner Jugendzeit war, kann sie meine Frage wie es ihr geht ehrlich beantworten. Nach diesem Gespräch ist mir aufgefallen, dass ich einen Denkfehler gemacht habe. Ich muss nur die ganzen negativen Gefühle, die rund um ihren Tod zum Vorschein kommen endlich mal rauslassen. Nach über 18 Jahren bin ich mir nämlich sicher, dass ich zumindest in dieser Welt keine Erklärung für den Tod der beiden oben genannten finden werde. Ich werde auch nicht verstehen, warum es ausgerechnet uns erwischt hat. Sucht nicht danach. Ihr werdet es auch nicht finden. Ich bin jemand der alles verstehen muss. Alles. Vorausgesetzt es interessiert mich. Und wenn ich keine Erklärung finde, suche ich solang bis ich sie hab. Die suche ich hier nicht mehr.

 

Es fällt nur auf, dass ich andere Sachen und Menschen eben auch nicht gehen lassen kann. Dabei muss der ganze alte Schrott schon lang raus (Element of Crime). Der blockiert mich beim Denken. Wenn man sich endlich eingestehen kann, dass etwas nur noch Frust, Grant und Verzweiflung oder vielleicht sogar Hoffnungslosigkeit bringt, muss man es gehen lassen. Egal, wie weh es tut. Auch wenn ich innerlich tausend Tode sterb... Weil sich sonst nix ändern wird. Da wird es doch glatt Zeit so radikal zu denken wie Anna Gavalda (Alles Glück kommt nie): "Die und ihre Gedanken sind nicht länger Teil dieser Geschichte."

 

Wenn ich es genau nehme weiß ich gar nicht, warum ich mich so sehr vor Veränderungen fürchte. In der Natur und auch in der Evolution ist die Veränderung total selbstverständlich, sogar notwendig um sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Ich mein, die Blätter fallen im Herbst einfach vom Baum und im Frühling wachsen Neue nach! Jedes Ende ist zugleich auch ein Anfang (Paul Simon That's Where I Belong). Das eine geht zu Ende, aber das andere beginnt gerade erst. Und das Neue hat immer das Potential besser als das Alte zu werden. Jede Veränderung auch.

 

Aber dieser Teil ist nicht so wichtig. Wenn etwas Neues wichtiger wird, geht das Alte meistens eh von selber ein. Manchmal muss man dem ganzen nur genügend Zeit geben. Manchmal ist es aber auch schon genügend Zeit gewesen.

 

2. "Why wait any longer for the world to begin - you can have your cake and eat it too!"

BOB DYLAN "LAY LADY LAY"

 

 

Eigentlich könnte ich mein ganzes Umfeld auch als Garten des Lebens sehen, wie es einer meiner liebsten Ärzte tut. Er hat gemeint, dass es immer wichtig ist zu entscheiden, um was und um wen man sich kümmert. Wie im Garten. Manche Pflanzen kommen neu dazu, weil sie mir gefallen. Andere kommen weg, weil sie mir nicht mehr gefallen.

 

 

 

"C'mon girl, let's get it right!"

RED HOT CHILI PEPPERS

C'mon Girl | What It Is | Anything But Ordinary | One Light Shining | Bridge To Better Days

 

Im Relativismus (Philosophie) heißt es, dass alles nur eine Illusion ist. Wir sehen nur das, was wir uns aussuchen. Oder nur das, was wir sehen wollen. Als verfolgenswert betrachten. Wir sehen also immer nur die Realität, die wir uns selbst schaffen. "Den Geist zu entleeren bedeutet: nichts zu wissen, das man nicht wissen kann" (Bernhard Moestl, Der Weg des Tigers). Bernhard Moestls Bücher haben mir sehr geholfen. Nur: Die müsst ihr selbst lesen, dafür gibt es keine kurze Zusammenfassung.

 

Aber wie wäre es mit einer kurzen Zusammenfassung des eigenen Charakters. Meine Schwester hat mir da einen Persönlichkeitstest empfohlen, der es in sich hat. Ich habe dann nämlich ihr Testergebnis gelesen und endlich verstanden, warum sie manchmal so komisch ist. Meins hat mir gezeigt, dass ich eigentlich mit mir selbst sehr zufrieden sein könnte. Mit sich selbst verbringt man immerhin sein ganzes Leben. Und für vieles muss man hinter sich selbst stehen können und sich nicht dauernd auf andere verlassen, dass die das für einen übernehmen können. Es darf eh a jeda an Knacks hom... (bloß, wenn's zu viele werden, sollte man sich überlegen professionelle Menschen um Hilfe zu bitten. Da gibt es so einige zur Auswahl, aber den der zu einem passt zu finden ist nicht leicht).

 

Meine liebste Professorin hat einmal zu mir gesagt, dass es auch wichtig ist das Geschirr zu sehen, das man schon abgewaschen hat. Also was ist es, das ich schon geschafft habe? Die Frage ist so wichtig, dass ich mir die Antworten eigentlich einrahmen sollte. Den Bescheid über die Verleihung eines akademischen Titels hätte ich zum Beispiel schon lang an die Wand über meinem Computer hängen sollen. Das wär so etwas, das ich mir öfter in Erinnerung rufen sollte. Diese katholische Einstellung zu Eigenlob ist ein ganz schönes Hindernis in manchen Fällen. Manchmal darf man sich nämlich selbst loben und stolz sein auf das, was man schon erreicht hat. Wenn mir meine Oma dann auch noch erzählt, wie die Bewohner ihres kleinen Dorfes im Burgenland mit ihr speziell und anderen im Allgemeinen umgegangen sind, langt's mir mit den Österreichern eh wieder für einige Zeit. Dann ist es blöd, dass ich so einen Pass auch hab.

 

Andererseits hat die katholische Erziehung auch was Gutes: Liebe dich selbst wie deinen Nächsten. Habt ihr das jemals umgedreht: meinen Nächsten liebe ich sehr - also sollte ich mich selbst auch so sehr lieben?

 

Die Vergangenheit mag zwar sch**** gewesen sein. Das war damals, aber dieses ist jetzt (that was then, this is now). Aber ich kann mich nur selbst daran hindern mir eine großartige Zukunft aufzubauen. Und ab jetzt wird alles, was mal in der Vergangenheit liegen wird, total cool. Alles, das zählt, ist was man von jetzt an tut. Und ein richtig cooles Jahr bei dem ich alles für mich gemacht habe, weil ich es will, habe ich jetzt schon hinter mir. Davor habe ich oft nur den anderen gespiegelt, was sie brauchen. Auch wenn es sie noch so genervt hat. Aber es gab einen Punkt in meinem Leben, an dem sich das mit dem Davonlaufen für immer erledigt hat. Seit daher laufe ich nur mehr im Kreis. Aber zum Glück gibt es einige "Engel", die dafür sorgen, dass der Kreis immer größer wird, bis die Anziehungskraft vom Mittelpunkt so schwach ist, dass ich davonschießen kann. Physikerwitz... für meine Familie. Ich mag euch sehr. Und:

 

I mog mi. Und wenn wer mi ned mog is(') a deppat.

 

 

GEFÜHLE ZULASSEN

Fear | Speedway At Nazareth | I Cry Alone | All Around You | We Could Pretend

 

Vor einigen Wochen hat mir mal jemand eine Frage gestellt, die ich nicht mehr zu 100% wiedergeben kann. Es ging darum, dass es doch schön ist Gefühle zuzulassen und war nicht jugendfrei gemeint. Wenn ich die Frage verallgemeinere passt die Antwort hier gut rein. Er hat damit nämlich wiedermal total ins Schwarze getroffen. Ich war ziemlich sprachlos und habe mich lang damit beschäftigt, warum ich es nicht tue. Ich bin auf keine Antwort gekommen. Bis ich mir eingestanden habe, dass da so viel Wut und Frust und Verzweiflung aufgestaut ist, dass für anderes fast kein Platz mehr geblieben ist. Ich hab mir dann ganz fest gewünscht, dass die alle endlich weggehen, weil eigentlich alles auch total cool sein könnte. Seit daher lasse ich sie ganz langsam alle gehen und schreibe an diesem Text. Mal hier, mal dort. Aber das Konglomerat gefällt mir immer besser. Mein neues Motto ist ein Satz, den ich mit einiger Sicherheit bei "The Best Exotic Marigold Hotel" zum ersten Mal gehört habe: the only real failure is the failure to try (der einzige Misserfolg ist das Versäumnis es zu versuchen).

 

Etwas Negatives werd ich aber nicht ganz los und das ist das Folgende: ich glaube, dass in unserer Gesellschaft negative Gefühle keinen Platz bekommen. Das heißt allerdings nicht, dass es sie nicht gibt. Sie verstecken sich dann halt irgendwo und kriechen in der Nacht raus.

Manche Ängste sind zwar gut, da sie unser Überleben sichern. Andere hingegen nicht. Die übelsten Ängste kommen von traumatischen Erlebnissen. Eins reicht eh, aber sie können bei jedem anders aussehen. Diese Ängste bringen meistens nur ständige Zweifel, Unsicherheit, Unzufriedenheit und negativen Perfektionismus mit sich. Dazu kommen dann Kommunikationsschwierigkeiten und das diffuse Gefühl in dieser Welt nicht bestehen zu können. Ich habe zum Beispiel immer geglaubt, ich müsste alles allein hinkriegen. Aber allein kann gar nicht alles gehen. Andererseits habe ich mir nichts davon zugetraut. Ich dachte auch immer, dass alle anderen auch alles viel besser hinkriegen als ich. Und dass ich da nicht mithalten kann.

 

 

WER WÄRE ICH OHNE DIESE GEDANKEN?

 

Als erstes muss man mal feststellen, was denn diese üblen Gedanken sind. Ich kenn meine mittlerweile ziemlich gut. Aber ohne die Mind-Maps wo man alle Gedanken einfach so mal festhalten kann, wäre ich nie drauf gekommen. Manchmal habe ich auch die Fragen anders formulieren müssen, wie es unter Wissenschaftlern üblich ist. Warum tust du etwas nicht? Keine Antwort. Was hält dich davon ab, es zu tun? Plötzlich kommt eine Antwort.

 

Wenn das noch nicht genug ist hilft eine Methode aus der psychoanalytischen Therapie Sigmund Freuds: Die freie Assoziation: "Der Patient soll in der Therapie seinen Einfällen zu Personen, Ereignissen, Dingen oder Symbolen völlig freien Lauf lassen, ohne seine Äußerungen zu zensieren, auch wenn sie ihm als unpassend, unangenehm, sittenwidrig, unsinnig oder unwichtig erscheinen." Manche dieser Einfälle sind allerdings so arg, dass man wirklich besser einen Therapeuten dabei sitzen hat. Wenn allein schon das Aufschreiben eines Gedanken nicht möglich ist, sollte man sich dieser Hilfe nicht länger verwehren. Andere Gedanken sind nicht so schlimm, da reicht es oft mit Freunden darüber zu reden. Und die mit denen man selbst fertig wird sind auch wichtig. Aber welcher Einfall in welche Kategorie fällt merkt man dann eh selbst.

 

Den Kasten ausmisten erscheint zwar wie Prokrastination, ist es aber nicht. Man trennt sich dabei von Altem im Kleinen. Das hilft dem Hirn sich von Altem - wie etwa üblen Gedanken - im Großen zu trennen. Zu enge Kleidung gehört endgültig in den Müll. Oder in meine Werkstatt, damit ich was Neues daraus machen kann. Recycling ist gut. Solche kleinen Erfolge dürfen dann auch gefeiert werden. Manchmal hat man etwas einfach nur gut gemacht!

 

Nutzlose Phobien (Spinnen?) kann man auch einfach akzeptieren - des is donn hoid so. Wer sich vorm Fliegen fürchtet, kann auch zuerst einfach einen doppelten Whiskey und ein Beruhigungsmittel nehmen.

 

Die Ich-kann-das-nicht-Barrieren im Kopf lösen sich am Besten mit aktiven und positiven Zielen. Das ist ein bisschen kompliziert zu erklären. Man bildet Sätze die nur Positives in sich haben. Er beginnt mit dem Wort "ICH". Dann kommt ein aktives Verb (kommunizieren, zuhören wäre passiv). Und danach positive Adjektive (selbstsicher, leicht, entspannt, gemütlich, ...). Meiner lautet also: Ich kommuniziere leicht, selbstsicher und entspannt.

 

Wer mag kann auch mit professionellerer Hilfe als meiner meditieren lernen. Ich habe gehört, dass Folgendes gut geht: Einen positiven Satz beim Einatmen sagen und beim Ausatmen Altes loslassen bis die Aufregung weg ist. Bisher habe ich nur darauf geachtet, nicht auf's Luftholen zu vergessen. "Don't stop breathing. When you stop breathing you stop thinking." (Grey's Anatomy) Wahrscheinlich ist richtige Meditation sogar noch besser. Und immer wieder viel Wasser trinken. Danach kommt man erst zu dem, das wirklich wichtig ist. Dieses Ziel muss schriftlich fokussiert werden, damit man es nicht vergisst. Daran glauben, dass man es erreicht, gehört auch dazu. Und wie immer: Mit anderen darüber reden.

 

Irgendwann kommt für die, die eins im Rucksack haben, der Moment, an dem das traumatische Erlebnis analysiert und überwunden werden kann. Der Moment, an dem das leicht geht, wird nie daherkommen. Aber, wie gesagt, die und ihre Gedanken zählen ab sofort nicht mehr zu dieser Geschichte.

 

Und wann werfen wir den depperten Satz "das geht nicht" endlich kollektiv in den Mistkübel?

 

 

 

"Will be allright with proper care"

RED HOT CHILI PEPPERS (AGAIN...)

 

Wie man sich richtig um sich selbst kümmert muss jede*r selbst wissen. Aber es gibt ein paar Fragen, die dabei helfen. Zum Beispiel:

 

Was mache ich gern?           Ungern?

Was ist gut für mich?            Was nicht?

Was mag ich?                         Was nicht?

Was hätte ich gern?              Was nicht?

Was will ich?                           Nicht?

Was brauche ich?                  Nicht?

Was tut gut?                           Was nicht?

                                                   Wo bin ich zu kritisch (perfektionistisch) mit mir selbst?

 

Und dann gibt es manchmal auch Menschen, die ganz von selbst wissen, was du brauchst. Um diese "Pflanzen" im "Garten des Lebens" muss ich mich besonders gut kümmern. Die können sich auch besonders gut um mich kümmern.

 

 

"BUCKET LIST" SCHREIBEN

 

Einer meiner Lieblingsfilme ist "Das Beste kommt zum Schluss". Er ist total schön, aber irgendwie auch beängstigend. Was, wenn ich eines Tages aufwache und feststelle, dass mein Leben schon vorbei ist? Wieviele Vorwürfe müsste ich mir dann machen? Was hätte ich im Leben noch erreichen wollen?

 

Also habe ich mich hingesetzt und überlegt, was auf meiner Bucket List stehen würde. Ideengenerator ist ganz oben. Um die Welt reisen auch. Und etwas von Farin Urlaub: Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. Aber die Gesellschaftskritik und neue Lösungen sind hier eh überall zu finden. Daneben sollten dann eure Lösungswege stehen. Wie komme ich da hin? Ich habe lang auch nur den Gipfel gesehen und nicht den Weg dort hin. Aber ich habe viele Menschen kennengelernt und schön langsam wird mir mit deren Hilfe auch klar, wie ich auf diesen Gipfel kommen will.

 

An alle, die irgendwie eh alles haben, das sie sich gewünscht haben, und trotzdem todunglücklich sind: das ist die Frage, mit der ihr euch mal länger auseinandersetzen solltet. Ohne diese Frage gäb's das alles hier nicht.

 

 

FEHLER MACHEN

 

Um in einem Fehler etwas Gutes sehen zu können, muss man ihn sich erst einmal eingestehen. Die Coolness im Umgang mit Fehlern habe ich mit Sicherheit beim Selbernähen gelernt. Momentan lerne ich mir gerade, wie man Reißverschlüsse in Schlitze einnäht. Ursprünglich habe ich die Reißverschlüsse immer ausgelassen, weil ich es andauernd falsch mache. Immer schön eins nach dem anderen machen lautet da die Devise. Wenn man wieder für etwas Neues bereit ist, kann man sich auch darauf einlassen.

 

Ihr seht also, dass einem Fehler immer wieder unterlaufen. Das Selber Machen lernen bietet sich als Übungsfeld an. Da ist Fehler machen gar nicht tragisch, weil sich immer Lösungen für ein Problem finden. Keine Angst, diese Lösungen tüftle ich zu 96% aus, bevor ich etwas als Kursprogramm anbiete. Ein bisschen Raum für Fehler muss ich mir auch hier zugestehen, sonst biete ich möglicherweise nie einen einzigen Nähkurs an.

 

 

KRITIK ANNEHMEN

 

Das andere ist die Angst vor Kritik. Kritik sollte an sich gut gemeint sein und einem weiterhelfen. Manchmal kommt sie aber ganz und gar nicht als gut gemeint ersichtlich daher. Dann ist es ganz schön schwer, die Kritik richtig anzunehmen. Dieses Bewusstsein für Kritik und vor allem für wünschenswerte Verbesserungsvorschläge kann man nur langsam entwickeln. Ich muss mir auch immer wieder in Erinnerung rufen, dass etwas nicht bös gemeint ist.

 

Ich kann euch nur sagen, wie Kritik formuliert werden muss - ich glaub ich muss jetzt nicht dazusagen, dass mir das lange sehr, sehr schwer gefallen ist, oder? Aber ich habe mit folgenden Grundsätzen recht gute Erfahrungen gemacht:

1) Vorwürfe in Fragen packen: Meinst du nicht, dass es gut wäre, wenn...?

2) Keine Schimpfwörter verwenden!! Wenn es grade nicht anders geht: erst mal irgendwie Dampf ablassen, entweder spazieren gehen oder was essen.

3) Wenn gar nichts anderes hilft, stell ich mir meistens die Frage, ob ein Vorwurf nicht eigentlich an mich selbst gerichtet ist. Manchmal projiziert man Probleme nämlich in andere hinein, weil man sie sich selbst nicht eingestehen will, kann oder muss.

 

Wenn diese Grundsätze verinnerlicht sind, fällt es auch leicht Kritik von anderen anzunehmen und sich zu ändern. Ich kann ja immer das Gesagte mental neu formulieren: wie wäre es, wenn alle Schimpfwörter und alle Vorwürfe, die mich nicht betreffen, gestrichen sind und die restlichen Vorwürfe zu Fragen werden? Was wäre dann meine Antwort auf diese Fragen?

 

So lassen sich irgendwann auch alte Konflikte lösen. Aaaber: Wenn man sich einig werden will, gibt es eine Möglichkeit. Wenn man sich nicht einig werden will gibt es viel zu viele Möglichkeiten.

 

 

VERMEINTLICHE SCHWÄCHEN AKZEPTIEREN

 

In der Wirtschaft gibt es die SWOT Analyse (Strengths - Weaknesses - Opportunities - Threats): Damit kann man einen Plan festlegen, mit dem man das Unternehmen zum Erfolg führen will. Die Analyse kann man auch immer wieder neu anpassen. Aber sie funktioniert auch für mich allein. Meine Stärken (Strengths) und Schwächen (Weaknesses) stehen eh im oben erwähnten Testergebnis. Oder zumindest ein guter Anfang dafür. Das Wichtige daran ist die eigenen Schwächen in Stärken zu verwandeln indem man sie einfach aus einer anderen Perspektive betrachtet.

 

In meiner Familie war oder ist die Abenteuerlust etwas, das man in der Freizeit machen kann. Risiken eingehen mag eigentlich keiner von uns. Die Fähigkeit Netzwerke aufzubauen war irgendwie doch nur nutzlos. Aber die größte Kritik, die ich mir immer anhören konnte, ist: Ich kann mich nur selbst zum Arbeiten motivieren. Wer anderer hat überhaupt keine Chance. Manchmal könnte ich zwar jemand brauchen, der mich an den Computer kettet bis der Text fertig ist. Letztendlich kann ich mich aber nur selbst an den Computer ketten. Das kann niemand anderes für mich erledigen, weil ich dann erst recht davonlaufen würde. Das hatte alles einen guten Hintergrund, aber der ist hier nicht relevant. Der Punkt ist: Miteinander in einer Reihe aufgezählt sind diese "Schwächen" die perfekte Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmerin.

 

Gelegenheiten (Opportunities) und Bedrohungen (Threats) werden allerdings von einer Außenwelt vorgegeben, die ich nicht beeinflussen kann. Die größte Bedrohung für mich und meine Studienkollegen sind die Stundenkürzungen in der Schule und die damit verbundene Arbeitslosigkeit. Es liegt an uns diese Bedrohung in eine Gelegenheit zu verwandeln, indem wir unser Wissen und Können in Form von Erwachsenenbildung anbieten. Gut, dass ich als Unternehmerin tauglich bin. So werden wir das schon schaukeln.

 

 

PERFEKTIONISMUS ABLEGEN

 

Das grundsätzliche Problem bei Fehlern und Kritik ist der Perfektionismus, der uns schon von klein auf eingetrichtert wird. Ich mein, wenn man beim Französisch-Test nicht mal zwei Fehler machen darf ohne eine schlechtere Note zu bekommen? Wo soll das sonst hinführen?!  Perfektionismus ist an sich eh keine schlechte Sache, aber es gibt auch hier zwei Seiten der Medaille: die eine ist positiv, die andere negativ.

Hier muss ich die Wikipedia Definition bemühen um mich verständlich zu machen: "Perfektionismus ist ein psychologisches Konstrukt, das versucht, übertriebenes Streben nach möglichster Perfektion und Fehlervermeidung zu erklären [...]. Einigkeit besteht darin, dass man Perfektionsstreben im Wesentlichen als ein Konstrukt mit Ausprägungen in zwei Dimensionen auffassen kann: [Erstens gibt es das] Streben nach Vollkommenheit (perfektionistisches Streben): [es] fasst unter anderem die Eigenschaften hohe persönliche Standards und Organisiertheit zusammen. [Zweitens gibt es die] übertriebene Fehlervermeidung (perfektionistische Besorgnis): [sie] umfasst u. a. die Eigenschaften Leistungszweifel und Fehlersensibilität, aber auch Angst vor Bewertung, besonders durch Eltern.

 

Dabei wird ein Perfektionsstreben mit einer hohen Ausprägung in der Dimension des perfektionistischen Strebens, aber einer niedrigen Ausprägung in der Dimension der perfektionistischen Besorgnis als gesundes oder funktionales Perfektionsstreben bezeichnet, wogegen eine hohe Ausprägung in beiden Dimensionen mit einem ungesunden oder dysfunktionalen Perfektionsstreben in Zusammenhang gebracht wird. Letzteres wird als Perfektionismus benannt."

 

Das hört sich zuerst einmal ganz schön kompliziert an. In meinen Augen ist die erste "Dimension", die die mich dazu antreibt meine Arbeit immer ein bisschen besser zu machen als beim letzten Mal. Gerade wenn es um künstlerische und designerische Weiterentwicklung geht, braucht man diese Form des Perfektionismus sehr dringend.

 

Mit der zweiten "Dimension" ist wahrscheinlich Angst vor dem Versagen gemeint. Diese Angst steht mir eigentlich nur im Weg rum und hindert mich daran, etwas überhaupt zu versuchen. Diese Art von Perfektionismus verträgt auch keine Kritik. Darin gefangen habe ich mich nur von meinem Gegenüber angegriffen gefühlt und geglaubt ich bin (noch immer) viel zu schlecht.

 

Am Besten beschreibt den Unterschied Mark Knopfler (Zitat links): "Wir probieren Vieles einfach aus [...] und es hängt immer ein großes Fragezeichen über allem, das wir probieren. Das ist cool! Ich denke oft, es ist nur ein Versuch, wir versuchen hier etwas. Aber das ist alles, was es ist. Es ist nie vollendet."

Er muss schon auch ein ziemlicher Perfektionist sein, sonst hätte er es nicht zu solch genialen Soloalben gebracht. Aber er besitzt trotzdem die Coolness zu sagen, dass man nichts absolut perfekt hinkriegen kann. Ich glaube er meint damit, dass es schon immer noch besser und noch schöner ginge. Aber zwischendurch ist es einfach auch so gut genug.

 

Erinnert euch an "Ockham's Razor": Nicht "genug kann nie genügen" denken, sondern: "Die Flyer sind schon türkis!" Damit meine ich, dass ich mich schon für etwas entschieden habe und das eh fixiert ist. Ich darf also nicht weiter darüber nachdenken, ob türkis die beste Hintergrundfarbe für diese Internetseite ist.

 

Ich bin ich.

Eigentlich wollte ich den Text "Ängste und ihre langen Schatten" nennen und ihn nur schreiben, damit er möglicherweise wem anderen hilft. Aber er hat mir am Meisten geholfen. Am halben Weg durch hat mich meine Schwester gefragt: "Du schreibst doch eigentlich über Hoffnung, was macht der Titel da?" Sie ist und bleibt die beste Korrekturleserin!

 

Zuerst muss man das Problem identifizieren. Dazu passen folgende Fragen, die man sich ganz ehrlich beantworten muss:

 

Worauf wartest du noch?!?

Wovor hast du so viel Angst?!

Was hast du zu verlieren!?!

Nochmal: worauf wartest du eigentlich?

 

Was könntest du gewinnen?

Was kann scho Schlimmes passieren?

Und nochmal: worauf wartest du eigentlich? (Ein pinkes Einhorn?)

 

Wenn nötig kann man die Fragen mit "zum Teufel", "um Himmels Willen", "verdammt" oder allerhand anderen Flüchen ergänzen. Aber für die Antworten muss man sich der Ehrlichkeit halber viel Zeit lassen. Und dann hilft gelegentlich nur noch der Sprung ins kalte Wasser. Damit es nicht ganz so schlimm ist, kann man ja andere fragen, wie sie da tun. Oder eben Experten, die einem weiterhelfen können. Man kann ja nicht immer gleich alles wissen.

Mit was Kleinem anfangen ist auch so ein heißer Tipp aus der Nähwerkstatt. Sich über diese kleinen Erfolge dann auch freuen dürfen ist ganz besonders wichtig. Aber das Wichtigste ist: nicht lang nachdenken, einfach ausprobieren! Und neugierig sein! Man kann schon auch nach Neuem süchtig werden. Meistens bringt es nämlich nur Gutes. Je mehr man einfach ausprobiert, desto leicher wird es aus den Fehlern und Rückschlägen das Beste zu machen. So kann man auch nicht frustriert sein, wenn etwas schief läuft. Und wenn etwas schief läuft hilft es, die Blickrichtung zum Horizont zu lenken: Was ist das Ziel, das ich erreichen will? Ist es jetzt weg? Nein.

 

 

Aber des Wichtigste is cool bleiben und der Rest, der ergibt sich von selbst (wer wars?)