IMAGINE

Imagine there's no heaven,

it's easy if you try.

No hell below us,

above us only sky.

 

Imagine all the people

living for today.

 

Imagine there's no countries,

it isn't hard to do.

Nothing to kill or die for

and no religion too.

 

Imagine all the people

living life in peace.

 

You may say I'm a dreamer

but I'm not the only one.

I hope someday you join us

and the world will be one!

 

Imagine no possessions,

I wonder if you can?

No need for greed or hunger,

a brotherhood of men.

 

Imagine all the people

sharing all the world.

 

You may say I'm a dreamer

but I'm not the only one.

I hope someday you join us

and the world we'll live is one!

 

(c) John Lennon

 

Nichts außer den magischen Worten von John Lennon könnte besser beschreiben, was mich oft umtreibt. Stellt euch ein 13-jähriges Mädel vor, das den Liedern der unvergleichlichen Joan Baez lauscht und voller Stolz feststellt, dass sie Englisch versteht. Das war ich damals. Es gibt noch ein zweites Lied, das mich ungefähr genauso beeinflusst hat, wie dieses. Es ist "With God On Our Side" von Bob Dylan, natürlich hat Joan Baez auch bei diesem Lied die bessere Version aufgenommen...! Joan Baez selbst ist auch in anderer Hinsicht ein großartiges Vorbild, da sie Amnesty International so sehr unterstützt hat. Ich möchte fast behaupten, dass diese Organisation ohne sie nicht das wäre, was es heute ist. Mit Sicherheit gibt es noch andere politische Lieder die ich hier auch erwähnen sollte. Unter anderem denke ich dabei an Joe Cocker (N'Oubliez Jamais), Konstantin Wecker, Oliver Mtukudzi, Georges Moustaki und Hans Söllner. Und bestimmt auch viele andere, von denen ich nichts weiß. Aber das wäre zuviel...

 

Was ich eigentlich sagen will ist, dass man die Visionen und Aufforderungen der Künstler ernst nehmen sollte. Sicher klingt es wie eine Utopie, dass alle Menschen die ganze Welt miteinander teilen. Oder dass es keine Gier und keinen Hunger mehr geben wird. Aber das mit dem Frieden für die Welt wird immer greifbarer (mit Ausnahme des IS, einiger Staaten in denen leider noch immer Bürgerkrieg herrscht, weil die Ärmsten der Armen nicht gewürdigt werden... und Donald Trump vs. Nordkorea, well, the world actually). Das hat auch John Lennon gewusst, sonst wäre der Refrain ein anderer.

 

Trotzdem kann ich die Hoffnung einfach nicht aufgegeben, dass man auf diese Ziele hinarbeiten kann, soll und muss. Es zwingt uns keiner nichts dafür zu tun, dass das Lied mehr der Realität entspricht. Keiner hält mir eine Waffe an den Schädel und droht mir damit, mich zu erschießen wenn ich noch einmal einen EZA Kaffee kaufe (übertrieben ausgedrückt). Es muss ja noch nicht mal EZA sein, das Bio Angebot ist auch schon sehr groß und genügt meistens. Selbst bei Hofer/Aldi gibt's das.

Selbst wenn ich meine Kleidung nicht meistens selbst nähen würde, gibt es mittlerweile genügend EZA-Geschäfte, die auch saucooles Gewand verkaufen. Auch wenn es viel teurer ist, aber es lohnt sich einfach, weil es nicht nach Ausbeutung stinkt. Und zumeist viel langlebiger ist als die billigen Fetzen.

Um mein Engagement für FairTrade zu verstehen, müsst ihr auf euer Herz hören. Was sagt es, wenn ihr hört, dass in Bangladesch die Arbeiterinnen für 16 Stunden zum Hackeln in der Fabrik eingesperrt werden? Was sagt es, wenn ihr hört, dass gebleichte Jeans die Arbeiter todkrank machen und die Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes verpesten? Was hat es gesagt, als der Einsturz der Fabrik Rana Plaza durch die Medien ging? Was hält es davon, dass manche eurer Kleidungsstücke von 12-jährigen Mädchen produziert wurden? Etwa so was wie: bei uns mutet man den Mädels im selben Alter kaum den Geschirrspüler zu, aber die Kleidung wird trotzdem ohne Protest gekauft?!? Was sagt es zur mangelnden Qualität der Billigprodukte? Was würdet ihr sagen, wenn ihr gekündigt werdet, weil ihr soviel verdienen wollt, dass ihr zumindest Lebensmittel für eure Kinder kaufen könnt? Könnt ihr solche Missstände mit eurem Gewissen vereinbaren?

 

Aber es gibt noch anderes, das man tun kann, um die Welt zu einem ein bisschen besseren Ort zu machen. Das ist der Umgang mit sich selbst und anderen, der das positive Lebensgefühl am meisten beeinflusst. Entweder ich teile alles, das ich habe mit meinen Freunden, lade sie auf Aperol Spritzer zu mir nach Hause ein oder zu einem Essen. Oder ich verschließ mich vor der Welt, geb keinem irgendwas und bekomme auch nichts im Gegenzug. Mir fällt diese Entscheidung ziemlich leicht.

 

Ich kann zum Beispiel auch alle von mir nicht benötigten Gegenstände einer Hilfsorganisation spenden. Sie sind ja doch nur verschwendete Ressourcen, wenn sie im Kasten rumliegen. Oder noch besser auf willhaben.at billig weiterverkaufen, weil ich mir dann sicher sein kann, dass sie wirklich jemand Armen zugute kommen.

Ich kann auch mein Wissen an andere weitergeben, auch wenn ich vordergründig nichts dafür bekomme außer Dankbarkeit.

Am Schönsten ist es aber immer sich gegenseitig zu helfen. Sonst hätte ich ganz bestimmt kein so cooles Logo und auch nicht gelernt, wie man einen Lehm-Casein-Verputz spachtelt (unglaubliches Zeug, ich würd nie wieder was anderes verwenden!). Eigentlich würde die ganze Internetseite nicht existieren, wenn es dieses System des sich-gegenseitig-Helfens nicht gäbe (siehe dazu: Impressum: Special Thanks to...). Jimdo-Internetseiten sind auch so ein geniales Beispiel: die stellen einem die ganze Software und den Speicher fast gratis zur Verfügung! Man muss halt die ganze Arbeit selbermachen. Aber das hätte ich sowieso...

 

Ich würde sagen, der Schluss aus dem allen lautet: Jeder kann selbst entscheiden ob er John Lennons Vision verwirklicht oder nicht. Und ich spreche hier von Vision, weil die - im Gegensatz zur Utopie - erreichbar ist, wenn man nur hart genug dafür arbeitet.

 

Besser fühlt es sich auf jeden Fall an, wenn man mitmacht!