Das wichtigste Nähwerkzeug

Die Grundausstattung für das Nähen mit der Nähmaschine ist: eine Stoffschere, ein Maßband, Stecknadeln, Schneiderkreide oder Bic-Kulis (die gehen gut und lassen sich wieder rauswaschen), ein Auftrenner, eine kleine Schere, ein Schneiderlineal, ein Geodreieck, ein Nadelmagnet und die Klammern.

Je weiter wir in der Aufzählung vorrücken, desto unwichtiger wird's. Also nach dem Auftrenner kann man am Anfang mal aufhören einzukaufen. Eine gute Nagelschere tut es nämlich auch. Aber wenn ihr merkt ihr näht wirklich gern, solltet ihr euch auch die anderen Dinge vergönnen. Sie erleichtern die Arbeit schon sehr...

 

Die Stoffschere

Um ein erfreuliches Werkzeug zu bekommen, muss man schon mit 20-30 Euro Ausgaben rechnen. Sie schneidet dafür jeden Stoff mit Leichtigkeit und man muss sich nicht über ausgefranste, gefizelte Kanten ärgern. Eine gerade Stoffkante erleichtert einem außerdem eine gerade Naht hinzukriegen gewaltig. Gerade Nähte sind total wichtig, damit's nicht "selbergeschustert" aussieht.

Eine teure Stoffschere rentiert sich also sehr, weil alles gleich iel mehr Spaß macht. Damit der Spaß nicht vergeht, darf man niemals Papier schneiden! Das hängt mit der Art in der die Messer geschliffen sind zusammen, habe ich mir sagen lassen. Also lieber noch eine Papierschere für die Schnitte kaufen, wenn sie nich eh schon irgendwo vorhanden ist.

 


Das Maßband

Ein Maßband erfüllt viele Zwecke, die ein normales Lineal nicht erfüllen kann. Wenn es darum geht, Maße zu nehmen braucht man etwas Bewegliches, das man um einen runden Körper wickeln kann. Außerdem ist es weitaus länger als die meisten Lineale, deshalb muss man nicht mühsam aufaddieren.

Ein gutes Maßband hat 10cm-Blöcke in verschiedenen Farben, damit man leichter erkennen kann, wo sich das gewünschte Maß befindet.

 


Die Stecknadeln

... werden verwendet um zwei Lagen Stoff oder Stoff und Schnittpapier zu fixieren. Am Anfang braucht man diese Hilfe unbedingt! Später nimmer so... Aber bitte kauft keine mit bunten Köpfen! Die mit den silbernen Köpfen darf man nämlich gelegentlich auch mal im Stoff vergessen. Es entstehen keine gröberen Schäden, wenn man versehentlich mal drübernäht.

Das Kissen für die Nadeln kann man übrigens sehr leicht selber nähen. Es gäbe auch Magnete, die eigentlich noch praktischer sind. Wer nicht zu viel Geld ausgeben mag, spart aber lieber hier als bei der Stoffschere.

 


Die Nadeln für die Maschine

... braucht man für verschiedene Zwecke. Die einfache Nadel wird - eh klar - am häufigsten verwendet. Aber Jerseysäume näht man am Besten mit der Zwillingsnadel. Es ist ein eigenartiges Ding, das sich als sehr praktisch erwiesen hat. Sie ist quasi eine doppelte Nadel für die Nähmaschine, mit der man zwei Nähte gleichzeitig macht. Die Saumnähte bei Jersey sehen so viel besser aus, da der Stoff dabei nicht so gedehnt wird.

 


Die Schneiderkreide

Es gibt schon Kreideblöcke auch, aber diese Kreiderädchen finde ich viel praktischer: die Linien lassen sich leichter ziehen, weil der Kreidestaub einfach herausfällt und nicht mit Kraft abgerieben werden muss.

 


Der Auftrenner

Gerade am Anfang des Lernprozesses ist dieses Gerät oft Gold wert. Damit lassen sich fast alle fehlerhaften Nähte sehr leicht auftrennen. Beim Auftrennen schneidet man zu oft in den Stoff hinein, womit das ganze Stück eigentlich unbrauchbar wird. Das kann einem mit dem Auftrenner fast nicht passieren.

 


Die kleine Schere

Wie gesagt, am Anfang tut's eine Nagelschere auch. Ich hab noch immer keine kleine Schere, weil ich von meiner Oma diese süße Nagelschere bekommen habe. Nägel daschneidt sie nicht mehr, aber den hauptsächlichen Zweck einer kleinen Nähschere (Fäden abschneiden) erfüllt sie noch sehr gut.

 


Das Schneiderlineal

... ist etwas ganz besonders Praktisches, da es nicht nur ein Lineal ist, sondern auch einen riesigen rechten Winkel hat und Kurven. Für Schnitte braucht man Kurven fast öfter als gerade Linien. Die können dann mit der Kurve am Schneiderlineal zusammengefügt werden.

 


Das Geodreieck

... sollte ein Raster aus Linien mit einem Zentimeter Abstand haben, damit es brauchbar ist. Winkel kann man damit auch zeichnen, aber hauptsächlich braucht man es um parallele Linien für Streifen aller Art aufzuzeichnen.

 


Die Klammern

... sind wirklich fast nur für Profis und Snap Pap! Bei so dicken Stoffen, ersetzen sie die Stecknadeln, die nicht mehr durchgedrückt werden könnten.