(Nur) für unerfahrene Designer*innen

Wer von sich behauptet, sie*er könne da gar nichts, ist hier genau richtig. Ich erkläre euch hier was ihr zum Nähen braucht, welche Begriffe ihr verstehen solltet, was beim Kauf einer Nähmaschine zu beachten ist und welche Nähtricks immer wieder gebraucht werden. Aber anfangen will ich mit den Gründen, warum ich das Selbermachen von Textilien so spannend finde.

 

Das Zitat ganz unten steht auch nicht umsonst hier überall herum: wenn ein großer, wahrscheinlich millionenschwerer aber allemal genialer Künstler wie Mark Knopfler eine solche Einstellung zu seiner musikalischen Leistung hat, muss etwas Wahres dran sein! Mir und meinem Perfektionismus und meiner Angst hat diese von ihm übernommene Einstellung jedenfalls einiges an Erleichterung gebracht. Ich meine damit, dass das erste selbstgenähte Stück nicht wie vom Designer aussehen muss. Das Zehnte hingegen wird es ganz von selbst.

 

Viel Spaß beim Lesen! Aber vor allem wünsche ich euch viel Freude beim Ausprobieren von neuen Dingen!

 

Warum will ich alles selber machen?

Es gibt vier Gründe, warum. Einerseits kreirt man beim Selbermachen ein einzigartiges Qualitätsprodukt, das man als Einzige(r) besitzt. Andererseits kann man dabei auch gut die Welt und alle anderen Probleme vergessen und sogar ein bisschen etwas gegen die Probleme der Welt tun.

Die Argumente gegen das Selbermachen lassen sich auch relativ leicht widerlegen. Selbst wenn man Meterware kauft, kostet ein kurzärmeliges Shirt selten mehr als 8 Euro. Ein Pullover kostet 15 Euro, da die Ärmellänge separat hinzukommt. Eine Hose auch. Ein fertiger Schnitt kostet nochmal 8-9 Euro, den kann ich aber auch hundert mal verwenden, wenn mir der Sinn danach steht. Wenn ein Schnitt einmal passt, neige ich dazu ihn wieder und wieder zu verwenden.

Das andere häufige Argument ist der Zeitaufwand, da ich das Kleidungsstück zuschneiden und zusammennähen muss. Jetzt aber mal ehrlich: wie viel Zeit geht dafür drauf im Massenangebot das passende Kleidungsstück zu finden? Ich traue mich zu wetten, dass Selbermachen schneller geht!! Weiterlesen...

Das wichtigste Nähwerkzeug

Die Grundausstattung für das Nähen mit der Nähmaschine ist: eine Stoffschere, ein Maßband, Stecknadeln, Schneiderkreide oder Bic-Kulis (die gehen gut und lassen sich wieder rauswaschen), ein Auftrenner, eine kleine Schere, ein Schneiderlineal, ein Geodreieck, ein Nadelmagnet und die Klammern. Weiterlesen...

Ein kleines Textilwörterbuch

Im Lauf der Lektüre dieser Seite werdet ihr über viele verschiedene Wörter stolpern, die euch fremdartig erscheinen werden. Diese Wörter werden hier erklärt, damit ihr auch versteht, was ich euch sagen möchte. Weiterlesen...

Die Nähmaschine für Anfänger*innen

Die Nähmaschine ist die teuerste Anschaffung unter allen, die hier benötigt werden. Wenn ihr zufällig jemand kennt, die*der schon eine Nähmaschine besitzt, solltet ihr diesen Vorteil für den Anfang unbedingt nützen. Ansonsten lohnt es sich auch nach Nähcafés zu suchen, um das Nähen mit der Nähmaschine einmal vorher zu testen. Oder probiert doch eure Freude am selbermachen einmal mit allen Anleitungen hier, die mit Nähmaschinen nix zu tun haben! Ich will es euch damit ganz gewiss nicht madig machen, aber wenn's Geld knapp ist...! Eine der besten Sachen ist es aber immer ein paar Freundinnen zu haben, die mitmachen und mit denen man sich somit auch die Anschaffungskosten teilen kann.

 

Wenn ihr euch also dafür entschieden habt, eine solche Nähmaschine zu kaufen: auf willhaben.at und und amazon.de finden sich sicher ein paar gute Schnäppchen, aber es gibt auch die Nähmaschinen-Händler noch, die auch gebrauchte Maschinen verkaufen. Alte Bernina-Nähmaschinen sind manchmal schon für 250 Euro zu haben und erweisen sich als treue Freunde. Weiterlesen...