10 Dinge, die ich am Shoppen hasse...!

 

Könnt ihr euch noch an den Film erinnern? 10 Dinge die ich an dir hasse, hat er geheißen. Das war einer meiner Lieblingsfilme so zwischen 15-18. Jetzt hab ich ihn mir als Vorbild genommen, um das Shoppen vielleicht etwas satirisch darstellen zu können. Natürlich gilt nicht immer alles für alle und es gibt auch gute Produkte zu kaufen. Einige meiner Lieblingsstücke habe ich schon ewig und sie werden einfach nicht kaputt. Aber die Quintessenz des Shoppens ist für mich nicht Gutes und das setzt sich wie folgend zusammen:

 

 

10) die bedienung

Meistens wurlen die Verkäuferinnen ziemlich gestresst durch ihren Arbeitsplatz. Vor allem in den Filialen der großen Ketten fällt mir das auf. Ich weiß nicht, haben die zuwenig Kolleginnen, auf die zuviel Arbeit verteilt wird? Ich bin ja nicht gerade geduldig beim Suchen, also muss ich oft einer dieser Verkäuferinnen nachhetzen, um ihr eine Frage zu stellen. Die Antwort fällt dann oft sehr genervt aus und ich geniere mich fast, dass ich überhaupt eine Frage gestellt habe. Wieso ich das nicht weiß oder selbst herausfinde ist so der gängige Unterton.

 

9) die anderen

Selten erscheint es mir so, als würden die anderen gerne durch das Einkaufszentrum flanieren. Täuscht mich das, oder sind alle genervt vom Shoppen? Oft seh ich auch Männer vor dem Geschäft gelangweilt auf und abschlendern... es erinnert mich an meinen Vater und die Familienurlaube. Meine Schwester hat sich zum Glück bald zu ihm gesellt, damit ihnen nicht so langweilig ist.

Jedenfalls tauche ich dann durch einen metaphorischen Pool der Anspannung und Langeweile. Wenn mich die Verkäuferin, wie gesagt, auch noch blöd anredet, möchte ich am Liebsten davonlaufen. Am schlimmsten ist es, wenn das Gedränge so dicht ist, dass ich dann auch nicht weiterkomme.

 

8) die ordnung

Wie kommt's, dass ich in Geschäften nie das finde, was ich suche? Haben die eigentlich mit Absicht so ein Durcheinander damit ich mir jedes einzelne Teil ansehen muss, bevor ich das finde, was ich brauche...?!? Da hängen oft Jeans neben Pullis und gleich daneben ein ärmelloses T-Shirt. Wahrscheinlich sind es ja Vorschläge, wie was miteinander zu kombinieren ist. Die brauch ich allerdings gar nicht. Da gefällt es mir schon besser, wenn die Verkäuferin mit mir redet und mir dann dazupassende Kleidungsstücke heraussucht. Das finde ich immer total nett und hilfsbereit.

 

7) der geruch

Ein Einkaufszentrum stinkt. Ist euch das schonmal aufgefallen? Bei den "Oberen Zehntausend" sagt die Kleinste: das stinkt zum Himmel!! Die Mutter schimpft sie darauf: man sagt nicht stinkt! Aber ja, Caroline, du hast recht, es riecht wirklich. Sag wenigstens das riecht zum Himmel! Es riecht nach billigem Frittierfett, Schweiß, ungewaschenen Haaren (Scherz), Chemiekeulen statt Putzmitteln und nach billigem Parfum um das alles zu übertünchen. Also da war mir der Rauchgeruch lieber... der schafft es nämlich wirklich alles und jeden mit seinem Geruch zu überziehen. Aber gut, ich habe selbst geraucht. Ich mag den Geruch noch immer. Manchmal bleib ich sogar in der Rauchwolke stehen. Versteh gar nicht, was andere daran stört!

 

6) der lärm

Aus jedem Geschäft und oft auch noch am Gang klingen andere Töne, die die Menschen zum Einkaufen verführen sollen. Die meisten davon sind die, die auch im Radio rauf und runtergespielt werden, kommt mir vor. Dazu mischt sich dann das Geschwätz der anderen und die Geräusche der Rolltreppe und Türen. Da auch kaum Textilien - außer denen die verkauft werden sollen - zu finden sind, ist die Akustik miserabel. Alles hallt und mischt sich immer mehr ineinander. Und man hört immer weniger.

 

5) die kleidergrössen

Was mich wirklich wundert, ist die Vorstellung der Geschäfte von Kleidergrößen. Ehrlich wahr, beim einen Geschäft ist mir alles zu groß und beim anderen würde ich gern Large kaufen, weil es dann erst gerade angenehm ist. Blöderweise ist dann oft der Ausschnitt viieeel zu groß...

Besonders unmöglich finde ich es, dass so wenig Unterschied zwischen den einzelnen Größen gemacht wird. Das kann doch nicht sein??! Außerdem - wer ist nicht beleidigt, wenn ihr/ihm alle Kleidungsstücke zu klein sind oder sie viel zu eng sitzen. Im schlimmsten Fall so eng, dass alle Speckröllchen einzeln zu sehen sind. Also das geht gar nicht und da darf man schon dem Kleidungsstück die Schuld geben!! Auch zu lange Hosen sind zu lange Hosen und NICHT zu kurze Beine!!!! Die sind bloß so geschnitten, weil sie dann jedem passen. Kürzen ist viel leichter als Verlängern...!

 

4) die verarbeitung der stoffe

Nun, wer sich für das billigste Angebot entscheidet, bekommt auch das billigste Klumpert. Das ist ein ganz einfacher Grundsatz, der für die Produzenten eine Rolle spielt. Wenn ich etwas für ganz wenig Geld am Ende verkaufen will, kann ich auch in der Produktion nicht besonders viel Geld investieren. Das heißt vor allem, dass alles schnell-schnell gemacht werden muss. Die Baumwollpflanzen waren billig, die Bezahlung der Arbeiter war schlecht, die Zeit die jeder einzelne in das zukünftige Produkt stecken konnte, war zu wenig. Dadurch entsteht miese Qualität von Stoffen, die zu schnell ausleiern und oft falsch verarbeitet sind.

 

3) die schnitte

Am Kleiderbügel schaut immer alles recht gut aus. Aber wenn ich es dann anprobiere, wird's schrecklich. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Kinder immer dem anderen die Schuld geben können. Die schimpfen dann auf den blöden Balken, der ihnen im Weg war. Erwachsene hingegen finden sich selbst doof, wenn sie sich wo anhauen. Und genauso ist es auch mit den Kleidungsstücken. Die sind zwar auch unschuldig, aber trotzdem doof. Eigentlich habe ich immer das Gefühl, dass die Designer zu wenig Zeit gehabt haben, um sich einem Kleidungsstück ordentlich zu widmen. Oder sie haben zu wenig Ahnung... was dabei rauskommt ist eine mittlere Katastrophe: die Ressourcen wurden zwar verbraucht, aber eigentlich schon von vornherein verschwendet. Ein weiter langer Ärmel stört überall. Gewisse Stoffe kann man einfach nicht zu einem engen Kleid verarbeiten, weil sie zu dünn sind. Weite Shirts hingegen müssen aus einem dünnen Stoff sein, weil das Ding sonst von selber steht und man einfach nur dick aussieht und sich nicht bewegen kann. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen... Für ein gutes Kleidungsstück braucht man viel Gefühl und viel Zeit.

 

2) die gestaltung der stoffe

Mittlerweile trage ich fast nur noch schwarz. Aber auch das liegt wohl nicht an mir... Meistens finde ich die Farben der Kleidungsstücke einfach schrecklich. Auch Stoffe gibt es selten in guten Farben. Ich suche immer danach, aber irgendwie ist viel zu selten was dabei... Und mit gemusterten Stoffen habe ich ein echtes Problem. Ich schiebe die Schuld dann immer auf die Billigproduktionen mit zuwenig Zeit für neue Entwicklungen und gute Designs. In Wahrheit kommt wahrscheinlich auch dazu, dass es gar nicht so leicht ist, gute Farben zu finden und Muster ordentlich zu designen. Wenn das Material und die Farbe Qualität haben sind sie auch teuer. Muss so sein. Aber dafür sind die Farben dann total schön und sie sind angenehm zu tragen.

 

1) alleine shoppen

Aber am Schlimmsten ist es tatsächlich, alleine einkaufen zu gehen. Da fällt einem nämlich das alles in aller Deutlichkeit auf. Na gut, die schlechte Qualität der Kleidung fällt MIR immer auf... aber das ganze Drumherum verschwindet dann, weil ich meine Aufmerksamkeit auf jemand anderen richten kann.

 

 

 

Diese Seite soll ein Wegweiser für faire und nachhaltige Kleidung sein. Außerdem will ich euch den Zauber vom selbermachen näherbringen. Es gibt so viel anderes zu Entdecken!! Es ist auf dieser Seite aber alles erst am Entstehen. Und das Motto ganz oben gilt vielleicht am meisten für mich selbst.

 

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